Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

An der Börse erlebten wir den wohl wichtigsten Tag der Woche, zumindest was die Wirtschaftsdaten anging, und die hatten es in sich: Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal um sage und schreibe 4,2 Prozent gewachsen und präsentiert sich damit mehr als robust. Die Zahl zeigt ein weiteres Mal, dass sich die Börsenrally seit dem Amtsantritt von Donald Trump auch durch fundamentale Faktoren untermauern lässt. Dank massiver Steuersenkungen läuft der US-Konjunkturmotor auf Hochtouren, allen Unkenrufen zum Trotz sind noch keine Bremsspuren erkennbar. Dies könnte auch ein Zeichen an die deutsche Bundesregierung sein, die diese Themen aber gekonnt ignoriert.

Die US-Notenbank hat zudem deutlich gemacht, dass sie bei künftigen Zinsentscheidungen noch mehr auf die aktuellen Wirtschaftsdaten achten wird und die Geschwindigkeit der Zinserhöhungen so an mögliche inflationäre Tendenzen anpassen will, dass das Wirtschaftswachstum nicht abgewürgt wird. Also eine eher moderate Herangehensweise. Im schlimmsten Fall riskiert die Fed eine Rezession und Inflation zur selben Zeit., wenn Sie die Zeichen falsch deuten sollte.

Eine erneut zur Schwäche neigende türkische Lira lässt die Erholung aus der vergangenen Woche zwar wieder verpuffen und könnte neue Sorgen heraufbeschwören, wobei aus technischer Sicht aber ein nochmaliger Test des erreichten Hochs nicht unnormal ist, auf das die Erholung folgt. Dies aber dürfte auch von den weiteren Taten eines Präsidenten Erdogan abhängen.

Ein Beitrag von Konstantin Oldenburger, CMC Markets, Frankfurt.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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