Bildquelle: markteinblicke.de

Als hätte die Deutsche Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) derzeit nicht genug eigene Sorgen, muss dass Finanzinstitut auch immer wieder in den Medien Neuigkeiten zu seinem chinesischen Großaktionär HNA vernehmen. Diese sind nicht immer schön. Doch damit könnte es vorbei sein.

Dass HNA etwas knapp bei Kasse ist, ist bekannt. Nachdem sich das Unternehmen jahrelang Firmenanteile im Westen gesichert und dafür hohe Schulden aufgenommen hatte, mussten zuletzt Anteile wieder verkauft werden. Auch die Deutsche-Bank-Beteiligung wurde etwas heruntergefahren. Jetzt will das „Wall Street Journal“ erfahren haben, dass sich HNA bei der Deutschen Bank innerhalb der kommenden 18 Monate komplett zurückziehen dürfte. Danach hätte die Deutsche Bank zumindest in diesem Punkt Ruhe.

In einem anderen Punkt dürfte auch bald Gewissheit herrschen. Für die Deutsche Bank scheint die Zeit im Euro Stoxx 50 Index vorbei zu sein. Nachdem bekannt wurde, dass der aufstrebende Zahlungsabwickler Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) die Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) im DAX ersetzen wird, ist dies nun ein weiterer Beleg dafür, dass die einstigen deutschen Vorzeigefinanzinstitute weit von ihrem früheren Glanz entfernt sind. Es ist jedoch nicht alles schlecht…

Mit einem Kursminus von knapp 40 Prozent hat die Deutsche Bank seit Jahresbeginn 2018 die schwächste DAX-Performance an den Tag gelegt. Allerdings wird der Branchenführer von den Medien besonders gerne und besonders heftig angegangen. Inzwischen konnte die Deutsche Bank einige Fortschritte bei der Aufarbeitung der Finanzkrise machen.

An der Konzernspitze soll es nun endlich Ruhe und Kontinuität geben, während man sich auch einmal für eine Konzernstrategie entschieden zu haben scheint. Zudem darf im kommende Jahr auf eine Leitzinswende der EZB gehofft werden. Ob man die im Branchenvergleich viel zu hohen Kosten endlich in den Griff bekommt, bleibt eine wichtige Frage. Zumindest konnte die Deutsche Bank mit den Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2018 nach langer Zeit Ergebnisse präsentieren, die Marktteilnehmer positiv überraschten. Wer weiß, vielleicht werden wir uns daran gewöhnen dürfen.

Anleger, die auf das Long-Szenario setzen wollen, können dies mit einem HVB Mini Future Bull auf die Aktie der Deutschen Bank (WKN: HU5FBN / ISIN: DE000HU5FBN5) gehebelt umsetzen. Wer jedoch short gehen möchte, hat mit einem HVB Mini Future Bear auf die Aktie der Deutschen Bank (WKN: HX1S0S / ISIN: DE000HX1S0S2) die Gelegenheit von fallenden Kursen zu profitieren.

Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot u.a. mit “marktEINBLICKE Auf die Schnelle” (Wochentags) und “marktEINBLICKE D-A-CH Rundschau” (Samstags).

 

Bildquelle: markteinblicke.de

1
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
1 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
0 Kommentatoren
Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
trackback

[…] Banken allgegenwärtigen Risiken; Türkei, Italien, Handelsstreit, Konjunktureintrübung. Auch das Durcheinander beim chinesischen Großaktionär HNA ist für die Deutsche Bank keine […]