Porr mit Rückenwind ins Baujahr 2025

Ein starker Jahresauftakt für den Baukonzern: Auftragseingänge und EBIT steigen zweistellig – Deutschland und CEE als Wachstumstreiber.

(Bildquelle: Porr AG)

Österreichs Baukonzern PORR (WKN: 850185 / ISIN: AT0000609607) hat das traditionell schwächere erste Quartal des Jahres mit einem überzeugenden Auftritt beendet. Analysten von SRC Research sprechen von einem „sehr erfolgreichen Jahresauftakt“, der trotz wetterbedingter Einflüsse solide Zahlen aufweist und auf einen positiven Gesamtjahresverlauf hoffen lässt.

So sank die Produktionsleistung von Porr leicht auf 1,27 Mrd. Euro – ein Rückgang gegenüber den 1,32 Mrd. Euro im Vorjahresquartal –, doch gleichzeitig legte der Auftragseingang um beachtliche 17,4 Prozent auf 1,54 Mrd. Euro zu. Auch der Auftragsbestand kletterte um 4,4 Prozent auf 8,81 Mrd. Euro und übertraf damit sogar den Stand zum Jahresende 2024.

Deutschland ist für Porr ein Wachstumsmotor

Insbesondere Deutschland entwickelte sich zum Wachstumsmotor: Der Auftragseingang schnellte hier um 81 Prozent auf 233 Mio. Euro nach oben. „Wir sind optimistisch, dass Porr die enormen Chancen durch neue öffentliche Infrastrukturmittel und die gestiegene Nachfrage im Tief- und Wohnbau in Deutschland nutzen wird“, heißt es in der Analyse. Der deutsche Auftragsbestand stieg auf 1,34 Mrd. Euro, begleitet von einem Personalwachstum auf über 2.400 Mitarbeitende.

Auch die Regionen Zentral- und Osteuropa (CEE) sowie Österreich und Schweiz trugen maßgeblich zum Wachstum bei. Während der Auftragseingang in CEE um fast 50 Prozent auf rund 200 Millionen Euro zulegte, verzeichnete der Raum Österreich & Schweiz ein Plus von 15 Prozent auf über 900 Millionen Euro. „Auch hier gewinnt der Wohnbau wieder an Dynamik“, so SRC.

Auch im Bereich Bahn-Infrastruktur ist Porr stark aktiv. (Bildquelle: Porr AG / © Bauhaus Filmwerkstatt)

Auf operativer Ebene überzeugte Porr mit einem EBIT-Anstieg um 12 Prozent auf 12,6 Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich leicht auf 1,0 Prozent, getragen von niedrigeren Material- und Betriebskosten. Positiv entwickelte sich auch die Bilanz: Die Eigenkapitalquote stieg trotz Rückzahlung eines Hybridkapitals von 46,5 Mio. Euro im Februar leicht auf 19,8 Prozent.

Das marktEINBLICKE-Fazit

Der Ausblick bleibt entsprechend optimistisch. PORR bestätigt seine Prognose für das Gesamtjahr mit einem EBIT-Ziel zwischen 2,8 und 3,0 Prozent. Die Analysten sehen das Unternehmen durch die „umfangreichen öffentlichen Förderprogramme in Deutschland, Österreich und CEE im Umfang von fast 100 Milliarden Euro“ strategisch hervorragend positioniert.

Der Aktienkurs hat seit Jahresbeginn um beeindruckende 77 Prozent zugelegt. Entsprechend hebt SRC Research das Kursziel für die PORR-Aktie auf 35 Euro an und bekräftigt seine Kaufempfehlung.

Seitens der Charttechnik befindet sich die Porr-Aktie befindet sich seit Oktober 2024 im langfristigen Aufwärtstrend und hat in diesem Zeitraum mehr als 110 Prozent hinzugewonnen. Auf Zehn-Jahres-Sicht weist die österreichische Aktie einen Gewinn von durchschnittlich +2,3% jährlich aus. Aus 10.000 Euro wären damit nur knapp 11.000 Euro geworden.