Bildquelle: markteinblicke.de

Wie im Lehrbuch für Charttechniker: Seit sich am 7. September im Tageschart ein sogenannter Hammer herausgebildet hat, geht es mit dem Kurs der Commerzbank-Aktie (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) deutlich nach oben. Dabei wurde auch der seit Januar bestehende Abwärtstrend überschritten. Nun scheint es so, als würde das Papier Anlauf nehmen auch die bei 9,70 Euro verlaufende 200-Tage-Durchschnittslinie zu knacken. Gelänge dies, wäre das ein weiteres Long-Signal. Wohlgemerkt, noch ist es nicht soweit, aber die wochenlange Bodenbildung bei 8,00 Euro ist abgeschlossen.

Was inspiriert derzeit die Börsianer bei der Commerzbank? Es ist die Fantasie über einen Zusammenschluss mit der Deutschen Bank (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008). Die Geschichte geht dabei so: Beiden Instituten geht es bekanntermaßen nicht sonderlich gut, also versucht die Bundesregierung, die noch mit gut 15 Prozent an der Commerzbank beteiligt ist (ein Erbe der Finanzkrise), aus zwei Einbeinigen wieder einen Läufer zu formen, der möglichst auch international mithalten könnte. Ein hehrer Gedanke, zumal ein Industriestandort wie Deutschland durchaus ein Institut von Rang (zumindest eines) mit hiesiger Verankerung gut gebrauchen könnte. So wäre man nicht abhängig von der Wall Street oder London. Die Not scheint groß.

Da gerät dann auch die Finanzkrise in Vergessenheit, nach der die Politik eigentlich keine großen Banken mehr wollte, um sich mit einem Too big to fail nicht wieder erpressbar zu machen. Aber gut, Deutsche Bank und Commerzbank sind zumindest gemessen am Marktwert so geschrumpft, dass sie auch gemeinsam nur noch 32 Milliarden Euro auf die Börsenwaage bringen. Werden Bilanzen und Derivate-Positionen herangezogen sieht das schon anders aus.

Die Fusion wird kommen, früher oder später, weil es die Politik scheinbar so will – und den beiden Häusern auch nicht mehr so recht was anderes einfallen will…

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SchummEin Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.

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