Bildquelle: Pressefoto Daimler

Wer gedacht hatte, dass es in der Automobilbranche nach dem Dieselskandal, der Elektrorevolution oder des Handelsstreits nicht mehr turbulenter zugehen könnte, sieht sich getäuscht. Zunächst gibt BMW (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) sein Margenziel auf, und nun hört auch noch Dieter Zetsche an der Spitze von Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) auf.

Zur Hauptversammlung 2019 wird der Wechsel vollzogen. Ola Källenius übernimmt dann zunächst für fünf Jahre den Vorstandsvorsitz und die Leitung des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars. Nach einer zweijährigen Cooling-off-Periode soll Zetsche im Jahr 2021 den Aufsichtsratsvorsitz von Manfred Bischoff übernehmen.

Am Mittwoch ging der Ausverkauf bei den Autowerten weiter. Weniger wegen Dieter Zetsche, sondern eher, weil die BMW-Gewinnwarnung nachwirkte. Schließlich sind auch andere Hersteller von der Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP und den Handelsstreitigkeiten in negativer Weise betroffen.

FAZIT. Vor gar nicht allzu langer Zeit wäre das Ende von Dieter Zetsche an der Konzernspitze eine sehr schlechte Nachricht für Daimler gewesen. Schließlich hat er die Schwaben und ihre Pkw-Marke Mercedes-Benz wieder vorbei an BMW geführt. Im Zuge des Dieselskandals bröckelte jedoch auch sein Ansehen, so dass Anleger personellen Veränderungen an der Konzernspitze offener gegenüberstehen sollten. Genauso wie im Fall von BMW finden sich jedoch auch im Fall von Daimler abseits einer günstigen Bewertung der Aktie (2019er-KGV: 6) derzeit nicht allzu viele Kaufargumente.

Anleger, die auf einen Anstieg der Daimler-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des DAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VT95FH / ISIN: DE000VT95FH5) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VA2UAQ / ISIN: DE000VA2UAQ2) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Daimler-Aktie zu setzen.

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