Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Heute Abend steht mit der Sitzung der US-Notenbank das Top-Ereignis dieser Woche im Kalender. Die Börse spielt das Szenario höherer Zinsen mit einem Anstieg des Dollar und einem sinkendem Appetit auf Risikoanlagen. Zurückhaltung war deshalb auch heute an der Frankfurter Börse angesagt.

Wir befinden uns nun in einer Phase im Kapitalmarkt, in dem das Kapital zurück in die Kernzonen der Industrieländer zurückfliesst, allein der Deutsche Aktienindex kommt nicht richtig vom Fleck. Zu stark belasten hier die stark gewichteten und problembehafteten Finanz- und Autoaktien die Indexperformance. Im MDAX und TecDAX ist diese Schwäche nicht so ausgeprägt zu sehen.

Die amerikanische Wirtschaft ist durch den zeitlich spät erfolgten Stimulus der Steuersenkungen gerade in Hochform. Diese Stärke könnte die Fed nutzen, um weitere Zinserhöhungen zu tätigen. Inflationsgefahren sind aber nicht zu entdecken. Also wird die Fed die Zinswende ohne Hast abwickeln. Das Risiko für Überraschungen heute Abend ist relativ gering.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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