Novo Nordisk: Wann kehrt Ruhe ein?

Die Aktie von Novo Nordisk scheint sich inzwischen stabilisiert zu haben, sodass nicht nur Schnäppchenjäger übe reinen Einstieg nachdenken könnten.

(Bildquelle: Pressefoto Novo Nordisk)

Die Aktie von Novo Nordisk (WKN: A3EU6F / ISIN: DK0062498333) konnte inzwischen ihren Kursverfall stoppen. Das Papier des dänischen Insulin-Weltmarktführers und mittlerweile Spezialisten für Abnehm-Spritzen hatte in den vergangenen Jahren einen wilden Ritt erlebt. Nun sollen die Kursverläufe wieder geordneter verlaufen.

Aktivistischer Investor macht Druck

Sorgen vor einer verstärkten Konkurrenzsituation im lukrativen Markt um Abnehm-Medikamente, einige enttäuschende Studiendaten sowie die Einsparungen im US-Gesundheitssystem hatte der Aktie von Novo Nordisk zeitweise zu schaffen gemacht. Mitte Mai entschloss man sich zu handeln und CEO Lars Fruergaard Jørgensen zu ersetzen.

Er wird seine Funktion als CEO für eine gewisse Zeit weiterführen, um einen reibungslosen Übergang zu einer neuen Führung zu ermöglichen, heißt es vonseiten des Konzerns. Was die Aktie zuletzt jedoch wieder belebt hatte, waren News rund um den Einstieg eines aktivistischen Investors.

So hatte die „Financial Times“ berichtet, dass der aktivistische Hedgefonds Parvus Asset Management eine Beteiligung an Novo Nordisk aufgebaut habe, um Einfluss auf die Ernennung des neuen Vorstandschefs zu nehmen. Damit nicht genug, zuletzt gab es Turbulenzen rund um eine Kooperation mit Hims & Hers.

Ende der Partnerschaft mit Hims & Hers

Im April hatte Novo Nordisk noch erklärt, dass das Blockbuster-Mittel Wegovy über verschiedene Telemedizinunternehmen wie Hims & Hers angeboten werden solle, um den Zugang zu erweitern.

Nun aber wird die Zusammenarbeit mit Hims & Hers beendet, weil man Bedenken über den Verkauf und die Förderung von billigeren Nachahmerpräperaten des Medikaments zur Gewichtsabnahme haben würde.

So habe sich Hims & Hers laut Novo Nordisk nicht an das Gesetz gehalten, das den Massenverkauf von Arzneimitteln verbieten würde. Außerdem wird Hims & Hers „irreführendes“ Marketing vorgeworfen, das die Patientensicherheit gefährden würde.

Besser als gedacht?

In einem wichtigen Punkt erhält Novo Nordisk Rückendeckung von einigen Analysten. Der Markt hatte sich enttäuscht über Studiendaten zum Abnehm-Medikament CagriSema gezeigt. Anlässlich des Besuchs eines Diabeteskongresses in Chicago sprach Deutsche Bank-Analyst Emmanuel Papadakis von insgesamt soliden Studiendaten zu CagriSema.

Daher beließ er im Fall der Aktie von Novo Nordisk das „Buy“-Rating und das Kursziel von 750,00 Dänischen Kronen bei. UBS-Analyst Jo Walton sieht seinerseits für das zweite Halbjahr einige Impulse für die Verschreibungszahlen, während Barclays-Analystin Emily Field darauf verweist, dass CagriSema Studiendaten zu dem Adipositas-Medikament CagriSema von Klinikärzten gut aufgenommen worden seien.

J.P. Morgan-Analyst Richard Vosser spricht wiederum davon, dass der Markt das Adipositas-Medikament möglicherweise zu schnell abgetan habe. Das Profil von CagriSema sei eventuell wettbewerbsfähiger als angenommen.

Mein Fazit

Novo Nordisk macht derzeit eine turbulente Zeit durch, allerdings zeigt die lange Erfolgsgeschichte des dänischen Insulin-Weltmarktführers, dass man sich auf schwierige Situationen einstellen kann.

Als Alternative zu einem Direktinvestment in Novo Nordisk könnten Anleger einen Blick auf das Indexzertifikat auf den „Aktien für immer Index“ (WKN: DA0ABP / ISIN: DE000DA0ABP0) werfen. In diesem sind Aktien zu finden, sich über einen besonders langen Zeitraum bewährt haben und auch mit Blick auf einen langen Anlagehorizont das Potenzial mitbringen, positiv zu performen. Neben Novo Nordisk gehören zu diesen Titeln AppleMicrosoftNestlé oder Danaher.

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