Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Aus NAFTA wird USMCA und die Börse schöpft Hoffnung, dass auch aus allen anderen Gegnern im Handelsstreit wieder Partner werden. Sollten auch zwischen den USA auf der einen und der EU und China auf der jeweils anderen Seite bald Kompromisse erzielt und Abkommen abgeschlossen werden, wäre ein Damoklesschwert, welches seit Monaten über den Börsen hängt, aus dem Weg geräumt.

Die Zinsen in Italien sind heute im Tagesverlauf nicht auf neue Hochs gestiegen. Zumindest für den Moment ist das Thema Italien damit an den Rand des Geschehens gedrängt worden. Wie man allerdings an der Reaktion des Deutschen Aktienindex am Freitag sehen konnte, hat das Thema übergeordnet seinen Schrecken noch lange nicht verloren. Italiens Regierung hat ihr Erpressungspotenzial gegenüber Brüssel erkannt und könnte geneigt sein, dieses gezielt auszunutzen. Die Zinsen in Italien dürften damit in den kommenden Wochen zum Seismograph für die Stabilität des europäischen Banksektors werden. Das geschieht just zu einer Zeit, in der die Europäische Zentralbank eigentlich die geldpolitischen Zügel straffer ziehen will. Italien bleibt ein Unsicherheitsfaktor.

Bei Fresenius haben wir heute die Nachricht bekommen, auf die alle Aktionäre gewartet haben. Fondsmanager, die die Aktie bislang wegen des Akorn-Risikos nicht kaufen durften, greifen jetzt zu – die Aktie daraufhin zeitweise zehn Prozent im Plus.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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