Im Jahr 2020 standen BioNTech (WKN: A2PSR2 / ISIN: US09075V1026) und CureVac sinnbildlich für das Wettrennen um den ersten Corona-Impfstoff. Während BioNTech sich damals als einer der globalen Gewinner etablierte, blieb CureVac hinter den Erwartungen zurück. Fünf Jahre später wollen die beiden deutschen Biotech-Unternehmen ihre Kräfte bündeln – diesmal mit Fokus auf eine der größten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit: die Krebsbekämpfung.
Gemeinsam für die Medizin der Zukunft
BioNTech kündigte Mitte Juni 2025 an, CureVac im Rahmen eines Aktientauschs vollständig zu übernehmen. Der Deal bewertet CureVac mit rund 1,25 Mrd. US-Dollar. Ziel der Transaktion ist es, die Kompetenzen in der Entwicklung und Kommerzialisierung mRNA-basierter Krebstherapien zusammenzuführen und zu stärken. BioNTech verweist dabei auf ein solides finanzielles Fundament: Zum Stichtag 31. März verfügte das Unternehmen über liquide Mittel, Cash-Äquivalente und Wertpapieranlagen im Wert von 15,9 Mrd. Euro.
Das Management zeigt sich überzeugt, dass die Übernahme sowohl die Innovationskraft als auch die Geschwindigkeit in der Forschung deutlich erhöhen wird. Das neu entstehende Unternehmen sieht sich bestens aufgestellt, um neue Standards in der Onkologie zu setzen. Durch die Zusammenführung beider Pipelines und Teams sollen Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb effizienter und schlagkräftiger werden.
Aktienkursentwicklung mit Höhen und Tiefen
An der Börse wurde die Übernahme mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Nachdem BioNTech in der ersten Jahreshälfte 2025 bereits rund 9 Prozent zulegen konnte, sorgte ein zurückhaltender Ausblick für einen zwischenzeitlichen Kursrückgang von rund 4 Prozent. Aktuell notiert die Aktie in einer Spanne um 105 bis 110 US-Dollar. Analysten erwarten, dass die Fusion mit CureVac mittelfristig neuen Schwung bringen könnte – vorausgesetzt, die Integration gelingt reibungslos und die gemeinsame Forschung liefert bald greifbare Ergebnisse.
Das marktEINBLICKE-Fazit
Auch wenn die Aktie zuletzt schwankte, ist doch die Strategie von BioNTech klar: Die Mainzer setzen voll auf mRNA-Innovationen – und CureVac soll das Tempo weiter erhöhen. Für Anleger könnte sich dies bei einem Erfolg rasch als Glückgriff erweisen. Das hat der Kurssprung anlässlich des Corona-Impfstoffs klar gezeigt.






