Strategischer Vermögenswert für unsichere Zeiten

Gold als sicherer Hafen: Warum Anleger auch in Zeiten von Inflation, Schuldenkrise und geopolitischen Risiken auf das gelbe Metall setzen sollten.

(Bildquelle: Pressefoto Rolls-Royce)

Man sagt, Gold rostet nicht. Und auch meine Leidenschaft für das edle Metall zeigt keine Anzeichen von Abnutzung. Ich gebe es offen zu: Ich bin ein Fan. Ein glühender Verehrer dieses uralten Wertspeichers, der Könige schmückte, Imperien finanzierte und heute mehr denn je seinen Platz in den Portfolios moderner Anleger behauptet.

Es ist nicht nur das Funkeln, das mich fasziniert. Es ist die Rolle, die Gold in einer zunehmend unsicheren Welt spielt. Ritu Vohora von T. Rowe Price bringt es auf den Punkt: Gold sei nicht einfach eine Frage kurzfristiger Preisentwicklung, sondern ein strategisches Instrument zur Portfoliodiversifikation. Ein Schutzschild gegen Inflation, Krisen und das immer größer werdende Schuldenmonster, das die Staaten dieser Welt umtreibt.

Zentralbanken als stille Goldkäufer

Man muss nur die Nachrichten aufschlagen: Inflationsraten, die sich hartnäckig weigern, in alte Bahnen zurückzukehren, fiskalpolitische Exzesse von Washington bis Peking, geopolitische Spannungen, die selbst eingefleischte Optimisten nervös machen. In diesem Umfeld wird Gold nicht alt, sondern aktueller denn je.

Besonders bemerkenswert finde ich die jüngste Entwicklung bei den Zentralbanken. Was früher als Kontraindikator galt – erinnern wir uns an den Goldverkauf der Bank of England im Jahr 2000 – hat sich ins Gegenteil verkehrt. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine bunkern Zentralbanken Gold in nie dagewesenen Mengen.

Über 1.000 Tonnen pro Jahr seit 2022, so die Zahlen des World Gold Council. Und plötzlich ist Gold mit einem Anteil von 20 Prozent die zweitgrößte Reservewährung der Welt – ein stilles, aber kraftvolles Zeichen des globalen Misstrauens gegenüber dem Dollar und anderen Fiat-Währungen.

Auch die Deutsche Bundesbank hortet Gold. (Bildquelle: © Niels Thies / Deutsche Bundesbank)

Gold schützt vor Inflationsschocks – aber nicht bedingungslos

Vohora mahnt jedoch zur Differenzierung. Gold ist volatil. Es zahlt keine Zinsen. Es ist kein Wundermittel. Aber es kann, so wie in den 1970er-Jahren oder nach der Pandemie, ein entscheidender Schutz sein, wenn die Inflation aus dem Ruder läuft.

Und es spricht einiges dafür, dass wir uns strukturell auf ein neues Inflationsregime zubewegen. Fiskalpolitik, Deglobalisierung, Lieferkettenverlagerung – all das sind Zutaten für anhaltenden Inflationsdruck.

Goldminen und Lizenzgebühren: Chancen mit Augenmaß nutzen

Ich selbst setze neben physischem Gold zunehmend auf Unternehmen, die vom Goldpreis profitieren – aber hier heißt es genau hinsehen. Die Bergbauunternehmen haben in der Vergangenheit oft enttäuscht: schlechte Kapitalallokation, teure Fehlentscheidungen.

Doch Ritu Vohora sieht Fortschritte. Die Kosten bleiben im Rahmen, der freie Cashflow steigt, und wer sorgfältig auswählt – Disziplin ist hier das Zauberwort – findet Unternehmen, die heute besser aufgestellt sind denn je.

Mein Fazit: Gold bleibt, was es immer war – ein Anker in bewegten Zeiten

Mein Fazit? Gold ist für mich mehr als ein Investment. Es ist ein Statement. Ein Anker in einer Welt, die immer öfter aus den Fugen gerät. Ich weiß nicht, ob Gold morgen teurer oder billiger sein wird. Aber ich weiß, dass ich nachts besser schlafe, wenn ein Teil meines Vermögens glänzt. Gold bleibt mein Fels in der Brandung.

In diesem Sinne: Bleiben Sie wachsam.
Und denken Sie daran – alles, was glänzt, ist vielleicht kein Gold.
Aber Gold glänzt immer.

Ihr
Goldfinger

Vertrag widerrufen