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Trotz zwischenzeitlicher Erholungstendenzen ging es im DAX auch am Donnerstag deutlich nach unten. Nach einem ersten Tief zur Mittagszeit konnten versöhnlichere Tendenzen am Nachmittag nicht gehalten werden. Der DAX schloss in der Nähe seines Tagestiefs. 

Das war heute los. Den kleinen Erfolg im Mittagshandel hatten DAX-Anleger vor allem dem Stimmungsumschwung an der Wall Street zu verdanken. Denn dort sah es zwischenzeitlich nach einem erfreulichen Börsentag aus. Eine schwächer als erwartet ausgefallene US-Inflation für den Monat September hatte für eine zeitweise Entspannung gesorgt. Schließlich bedeutet eine niedrige Inflation, dass der Druck auf die Notenbank Fed, die Leitzinsen anzuheben, etwas geringer geworden ist. Nachdem es in den vergangenen Tagen vor allem die Zinsängste waren, die an den Märkten für Turbulenzen gesorgt hatten, entspannte sich die Lage dementsprechend. Allerdings hielt diese gute Laune nur kurz an. Ebenso wie die Wall Street ging es dann auch in Frankfurt wieder deutlich nach unten und die Bären setzten sich einmal mehr in dieser Woche durch.

Das waren die Tops & Flops. Im DAX konnte sich insbesondere die Bayer-Aktie (WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017) dem Börsentrubel entziehen. Diese schoss zeitweise um mehr als 6 Prozent in die Höhe. Im August hatte ein US-Geschworenengericht die Bayer-Tochter Monsanto zur Zahlung einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 289 Mio. US-Dollar verurteilt. Demnach habe das Unternehmen die Krebsrisiken von einigen auf Glyphosat basierenden Unkrautvernichtungsmitteln verschwiegen. Nun könnte die Leverkusener jedoch im Zuge des Berufungsverfahrens eine geringere Strafe erwarten.

Deutlich schlechter lief der Tag dagegen für Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125). Die Aktie der Kranich-Airline büßte in der Spitze etwas mehr als 3 Prozent an Wert ein. Dabei gehört das Papier in diesem Jahr ohnehin zu den schwächsten Performern in der ersten deutschen Börsenliga.

Besonders interessant ging es heute in der zweiten Reihe zu. Lange Zeit wurde am Markt spekuliert, dass Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) Chips im Bereich Strommanagement selbst herstellen könnte und sie nicht mehr beim deutsch-britischen Halbleiterkonzern Dialog Semiconductor (WKN: 927200 / ISIN: GB0059822006) bestellen würde. Doch nun durfte Dialog Semiconductor verkünden, dass die beide Unternehmen sogar noch enger zusammenrücken werden. Dies bescherte der Dialog-Semiconductor-Aktie einen satten Kurssprung von zeitweise mehr als 30 Prozent. Demnach erhält das Unternehmen von Apple 600 Mio. US-Dollar, unter anderem für eine Lizenzierung einiger Powermanagement-Technologien. Außerdem wechseln mehr als 300 Mitarbeiter zu dem iPhone-Konzern. Zudem ist das Geld als Vorauszahlung für Produkte von Dialog Semiconductor gedacht.

Das steht morgen an. Die Ölpreiserholung hat ihren Teil zu den jüngsten Marktturbulenzen beigetragen. Schließlich könnten die Rohölnotierungen derart ansteigen, dass sie die wirtschaftliche Entwicklung stören. Entsprechend interessant dürfte der Blick auf den neuesten Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zum Ölmarkt sein. Darüber hinaus dürfen sich Anleger auf interessante Unternehmensnachrichten einstellen. Mit der Citigroup (WKN: A1H92V / ISIN: US1729674242), Wells Fargo (WKN: 857949 / ISIN: US9497461015) und JPMorgan Chase (WKN: 850628 / ISIN: US46625H1005) nimmt die US-Berichtssaison für das dritte Quartal 2018 ein wenig Fahrt auf.

Interessant ist auch der Börsengang des Weltmarktführers bei Zug- und Lkw-Bremsen. Die Rede ist von Knorr-Bremse (WKN: KBX100 / ISIN: DE000KBX1006). Nach vielen Jahren wagt sich das Unternehmen endlich auf das Börsenparkett. Der Ausgabepreis der Anteilsscheine wurde auf 80 Euro festgelegt. Der Milliardär Heinz Herrmann Thiele wirft 30 Prozent der Anteile auf den Markt. Angesichts der erwarteten Gesamtbewertung des Konzerns von knapp 13 Mrd. Euro ist mit einem baldigen MDAX-Aufstieg zu rechnen.

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