Tesla: Ist das die Wende?

Der Elektroautobauer Tesla hatte in Q2 mit reichlich Gegenwind zu kämpfen. Dieser dürfte trotz der Robotaxis noch etwas anhalten.

(Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung von Tesla, Inc.)

Wie erwartet lieferte Tesla (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014) schwache Ergebnisse für das abgelaufene zweite Quartal ab. In einigen Punkten lagen die Zahlen unter den Konsensschätzungen, während das Management um CEO Elon Musk Anleger auf einige weitere schwierige Quartale einschwor. Auch deshalb war man bemüht, die langfristigen Wachstumschancen in Bereichen wie den Robotaxis herauszustellen.

Tesla bekommt noch mehr Druck zu spüren

In der Quartalsmitteilung hieß es, dass das zweite Quartal 2025 ein entscheidender Punkt in der Geschichte von Tesla gewesen sei. Die Rede ist von dem Beginn eines Wandels „von einem führenden Unternehmen in den Bereichen Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien zu einem führenden Unternehmen in den Bereichen KI, Robotik und Dienstleistungen.“

So startete der erste Robotaxi-Service des Konzerns im Juni in Austin, im US-Bundesstaat Texas. Dabei sieht man sich mit seiner Kamera-Architektur im Vorteil gegenüber der Konkurrenz, die auf LiDAR- und Radar-Technologien setzt. Außerdem befänden sich bereits Millionen von Tesla-Fahrzeugen auf den Straßen, die in kürzester Zeit zu Robotaxis werden könnten. Im Juni wurde das 8-millionste Auto produziert.

Angesichts der schwierigen Marktbedingungen stellt sich jedoch die Frage, wie schnell weitere Millionen von Elektrofahrzeugen aus dem Hause Tesla auf den Markt kommen werden. Dem Unternehmen macht der zunehmende Wettbewerb zu schaffen. Viele Anbieter bieten inzwischen deutlich günstigere Elektroautos an. Insbesondere aus China ist der Druck hoch.

„Harte Quartale“ voraus?

Angesichts der verschärften Konkurrenzsituation musste Tesla erneut Umsatzrückgänge ausweisen. Im Automobilgeschäft fielen die Erlöse zwischen April und Juni im Vorjahresvergleich um 16 Prozent auf 16,66 Mrd. US-Dollar. Konzernweit lagen die Umsätze bei 22,50 Mrd. US-Dollar, nach 25,5 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 40 Cents. Damit lag man sowohl auf der Umsatzseite als auch bei den Ergebnissen unter den Konsensschätzungen.

Als Reaktion verlor die Tesla-Aktie am Mittwochabend nachbörslich 6 Prozent an Wert. Zumal das Management vor weiterem Gegenwind warnte. Unter anderem aufgrund der Zölle sowie der auslaufenden Steuergutschriften für Elektroautokäufe in den USA. „Wir könnten wahrscheinlich ein paar harte Quartale haben. Ich sage nicht, dass wir das tun werden, aber wir könnten“, sagte Elon Musk im Rahmen der Telefonkonferenz.

Tesla gibt Elektroautomarkt nicht auf

Neben dem Zukunftsgeschäft rund um Robotaxis gibt Tesla die Autoproduktion natürlich nicht auf. So wurde die Erweiterung des Fahrzeugangebots fortgesetzt. Im Juni wurden die ersten Exemplare eines erschwinglicheren Modells vorgestellt, dessen Serienproduktion für die zweite Hälfte des Jahres 2025 geplant ist.

Allerdings dürfte dies kaum ausreichen, um gegen die immer größer werdende Anzahl an erschwinglichen Elektroautomodellen anderer Hersteller anzukommen. Wer daran glaubt, dass die weiterhin hohe Bewertung von Tesla gerechtfertigt ist, dürfte den Grund in den zukünftigen Geschäften rund um Robotaxis und KI suchen.

Das marktEINBLICKE-Fazit

Wie auch in der Vergangenheit darf man als Tesla-Fan nicht allzu sehr auf die nackten Zahlen schauen. Vielmehr muss man daran glauben, dass Elon Musk seinen vollmundigen Versprechungen wieder einmal, wenn auch stark verspätet, Taten folgen lassen wird. Allerdings birgt dies auch hohe Risiken.

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