Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Der Dow Jones erlebte gestern einen der berühmt berüchtigten „Turnaround-Tuesdays“. Im Tief lag der Index 550 Punkte im Minus, im Tageshoch zum Handelsschluss nur noch 12.

Soviel zum positiven Bild und den Vorgaben für die Frankfurter Börse heute Morgen. Der Deutsche Aktienindex ist mit diesem Rückenwind mit einer großen Kurslücke zum gestrigen Handelsschluss um 17:30 Uhr in den Tag gestartet, hat diese nun aber erst einmal wieder geschlossen und seine Anfangsgewinne abgegeben. Die Freude über das „Reversal“ an der Wall Street währte also nicht lange. Kein Wunder, denn die alten Themen bleiben: Handelskrieg, steigende Zinsen, Saudi-Arabien, Italien und der Brexit.

Die Woche begann mit dem Freudensprung der Börsen über die chinesische Steuerreform schon mit einer Eintagsfliege, die Umkehr in New York gestern könnte die zweite dieser Art in dieser Woche werden. Zurückhaltung auch in Asien: Der japanische Nikkei hat die gestrigen Erholungshochs an der Wall Street nicht überschreiten können, obwohl es ernsthaft versucht wurde. Hier wiegt man die schwelenden Probleme auf der Weltbühne für den Moment also ebenfalls schwerer als das Reversal an der New Yorker Börse. Und auch an den chinesischen Börsen lässt sich heute Morgen nur eine moderate Begeisterungsfähigkeit der Marktteilnehmer für die Wende an der Wall Street erkennen.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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