Bildquelle: Pressefoto Krones

Die Serie der Gewinnwarnungen bei deutschen Unternehmen geht in die nächste Runde. Jetzt ist Krones (WKN: 633500 / ISIN: DE0006335003) an der Reihe. Dies überrascht, denn der Weltmarktführer für Abfüllanlagen ist sehr gut im Geschäft. Die Produkte der Neutraublinger gelten als deutsche Qualitätsarbeit, die weltweit ein enorm hohes Ansehen genießen. Und trotzdem verspürt der Anlagenbauer einem stärker werdenden Kostendruck. Hinzu kommen Projektverschiebungen, die wohl auch dem unsichereren konjunkturellen Umfeld geschuldet sind. So soll der Umsatz nun nur noch um vier Prozent wachsen. Bislang waren sechs Prozent prognostiziert. Auch das Ziel für die operative Marge wurde revidiert, von 7,0 auf 6,5 Prozent.

Traurige Konsequenz: Bis zum Mittag verliert die Aktie rund sechs Prozent in den Bereich um 75,75 Euro. Belastend wirken sich bei Krones vor allem die höheren Kosten für Material und Personal aus. Zudem muss der Konzern Anlaufkosten und einmalige Aufwendungen für den Ausbau des Geschäfts tragen. Das scheint derzeit nicht über Preiserhöhungen und Kosteneinsparungen ausgleichbar zu sein. Daher rudert das Management auch bei den mittelfristigen Zielen zurück. So soll der operative Margen-Zielwert von acht Prozent nun erst zwei ganze Jahre später erreicht werden.

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto Krones

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