Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die Wall Street hat sich etwas eingeFANGen. Netflix (WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061) verliert in der zweiten Oktoberhälfte 27 Prozent, Facebook (WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027) 13, Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) 19 und Alphabet (Google) WKN: A14Y6H / ISIN: US02079K1079) elf Prozent. Auch wenn die Verluste in den letzten Handelsminuten des gestrigen Handels in New York wieder etwas eingedämmt werden konnten, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Handelsvolumen über den Tag klar auf der Verkäuferseite lag.

Vom Zugpferd Wall Street zum Risikofaktor – die hoch bewerteten FANG-Aktien werden zur Belastung für die Weltbörsen. Das Problem: Lange Zeit haben Anleger hohe Prämien bei den Bewertungen für diese Aktien gezahlt, weil sie sich erhofften, dass der Schwung, die Dynamik und das Momentum, das diese Aktien innehatten, zu weiteren Kursgewinnen führen wird. Diese Hoffnung wird nun enttäuscht.

Am deutschen Aktienmarkt spielten gestern die Entwicklungen im politischen Berlin die Rolle. Angela Merkels Ankündigung, für den CDU-Vorsitz nicht mehr zu kandidieren, öffnet die Partei, gegen die aktuell keine Regierung gestellt werden kann. Damit bieten sich neue Möglichkeiten in der Bundespolitik. Das hat im DAX gestern einen veritablen Short-Squeeze ausgelöst, einen in einer langen Reihe im Bärenmarkt der vergangenen Wochen. Allerdings hat der DAX einen großen Teil dieser Gewinne mittlerweile wieder abgegeben. Politische Börsen hatten wieder einmal kurze Beine, so auch hier.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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