Brexit und COVID-19 sind Geschichte. Damit konnte die Nachfrage nach Flug- und Urlaubsreisen in den vergangenen Jahren eine starke Erholung verbuchen. Nun scheint selbst der US-Flugzeugbauer Boeing seine Produktionsprobleme in den Griff zu bekommen, während die steigenden Ausgaben im Militärbereich auch Triebwerksherstellern zugutekommen sollte. Gute Nachrichten also für Rolls-Royce Holdings plc (WKN: A1H81L / ISIN: GB00B63H8491).
Flugzeugbauer setzen auf Rolls-Royce
Allein seit Anfang 2025 hat die Rolls-Royce-Aktie um rund 85 Prozent an Wert zugelegt. In den vergangene Wochen sorgten beispielsweise die Aussichten auf Frieden in der Ukraine für eine Entlastung bei den Energiepreisen, was wiederum den Airlines half. Dabei entwickelt sich die zivile Luftfahrt seit Jahrzehnen positiv.
Die Auftragsbücher sind bei Airbus und bei Boeing prall gefüllt. Airbus bezieht eine Reihe von Triebwerken bei Rolls-Royce, darunter das Trent XWB für den A350. Das Trent 1000 wurde laut Rolls-Royce wiederum speziell für den Einsatz in der Boeing 787 Dreamliner-Flugzeugfamilie entwickelt und optimiert.
Ambitionierte Ziele
Die starke Nachfrage macht sich auch in den Geschäftsergebnissen bemerkbar. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 lagen die konzernweiten Umsätze bei 9,06 Mrd. Britische Pfund. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies einen Anstieg um 10,7 Prozent, während das operative Ergebnis um 50,8 Prozent auf 1,73 Mrd. GBP schoss. Dies ergab eine Marge von 19,1 Prozent.
Das Management zeigte sich wiederum optimistischer und hob die Jahresziele an. Das operative Ergebnis wird nun bei 3,1 bis 3,2 Mrd. GBP gesehen, während beim Free Cashflow ein Wert von 3,0 bis 3,1 Mrd. GBP erwartet wird. Mittelfristig liegen die Ziele für den bereinigten Betriebsgewinn und den Free Cashflow bei 3,6 bis 3,9 Mrd. Pfund bzw. 4,2 bis 4,5 Mrd. Pfund.

Aussicht auf hohe Gewinne
J.P. Morgan-Analyst David H Perry bezeichnete die jüngsten Geschäftsergebnisse als „außergewöhnlich stark“. Zudem hob er die Gewinnerwartungen an, während das Kursziel für die Aktie von Rolls-Royce von 10,40 auf 12,45 GBP steigt. Die „Overweight“-Einschätzung wird wiederum bestätigt.
UBS-Analyst Ian Douglas-Pennant sieht die Aktie sogar bis auf 13,75 GBP ansteigen. Wenn es um den Free Cashflow geht, ist der Analyst noch optimistischer als der Konzern selbst. Den Analysten stimmen vor allem die Aussichten auf die Preisentwicklung in der Branche optimistisch, die die Profitabilität ankurbeln sollten.
Das marktEINBLICKE-Fazit
Rolls-Royce und andere Branchenvertreter profitieren derzeit von verschiedenen Entwicklungen, sowohl im Bereich zivile Luftfahrt als auch im Rüstungsbereich, die in den kommenden Jahren für starke Wachstumsaussichten sorgen sollten.
Wer das Einzelaktien-Risiko bei Rolls-Royce vermeiden und auf die positive Kursentwicklung eines ganzen Aktienkorbs von amerikanischen und europäischen Unternehmen setzen möchte, kann sich das Indexzertifikat (WKN: DA0AAT / ISIN: DE000DA0AAT4) auf den Titan 20 Index anschauen. In diesem Index sind 20 Unternehmen enthalten, die sich an der Börse in den vergangenen Jahren besonders stark entwickelt haben und die auch von den Analysten positiv bewertet werden.









