Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

So richtig wollte sich am deutschen Aktienmarkt heute niemand aus der Deckung wagen. Die Angst vor einer Fortsetzung des Ausverkaufs bei Technologie-Aktien an der Wall Street hing wie ein Damoklesschwert über den Handelssälen. Zur Stunde können sich zwar die Kurse in New York wieder etwas erholen, aber das Plus war zu Beginn des Handels schon größer.

Donald Trumps Androhungen gegenüber China muss man jetzt vor den Zwischenwahlen ein wenig mit Vorsicht genießen. Hier geht es jetzt auch stark um Wahlkampf. Nichtsdestotrotz sind diese neuen Äußerungen auch kein Grund, bei Aktien zuzugreifen.

Und zu guter Letzt sind die Preise in Deutschland im Oktober so stark gestiegen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Inflation lag bei 2,5 Prozent und damit sowohl über den Erwartungen als auch über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Und es war diesmal zwar auch, aber nicht nur, die Energie, denn auch die Kerninflation ist von 1,5 auf 1,7 Prozent gestiegen. Damit erhöht sich das Risiko, dass die EZB in Sachen Zinserhöhungen schneller und/oder früher handelt als bislang erwartet, was auch keine positive Nachricht für die Aktienmärkte ist.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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