Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Nur noch heute hat der DAX Zeit, das entstehende Verkaufssignal im Monatschart abzuwenden. Dafür ist ein Schlusskurs über der Unterstützung von 11.867 Punkten nötig. Das heißt, der Markt müsste aus dem Stand heute noch um gut 400 Punkte nach oben klettern.

Woher ein solcher Optimismus kommen soll, ist wie schon in den vergangenen Tagen auch heute Morgen nicht ersichtlich. Bis auf einige magere Eintagsfliegen und Bärenmarktrallys haben sich die Bullen auf dem Frankfurter Parkett bislang sehr zurück gehalten.

China verspricht, mehr gegen Yuan-Leerverkäufer zu tun. Der Markt möchte aber nicht ein Mehr, sondern ein Weniger in Sachen zentralpolitischer Einmischung Pekings an den Devisenmärkten. Heute Nacht wurde der chinesische Einkaufsmanagerindex für die Industrie nur noch knapp über dem rezessiven Bereich gemeldet. Der chinesischen Wirtschaft geht es schlecht.

Ob die chinesische Schulden-Bombe explodieren wird – darüber entscheidet am Devisenmarkt die Schwelle von 7 Yuan für einen US-Dollar. Wird sie überschritten, könnten wir ähnliche Turbulenzen an den Finanzmärkten erleben wie vor einigen Wochen, als die türkische Lira so kräftig eingebrochen ist – nur dieses Mal in einem weitaus größeren Ausmaß.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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