Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die heutige Wahl der zwei Kammern des amerikanischen Kongresses wird an den Märkten als Abstimmung über die bisherige Amtszeit von US-Präsident Trump interpretiert. Darüber hinaus lässt sich wenig sagen. Die Demokraten werden auch im Fall eines Wahlerfolgs nicht in der Lage sein, die Steuerreform zurückzudrehen. Auch werden Schlüsselstellen der „Dodd-Frank“-Finanzmarktregulierung nicht durch sie wieder in Kraft treten.

Auch ist nicht klar, ob Donald Trump zahmer oder wilder werden wird, wenn er eine Kammer des Kongresses an die Demokraten verliert. Trump wäre dann eine so genannte „lame duck“, also ein gelähmter Präsident, dessen Partei nicht mehr alles kontrolliert. Er könnte dann anfangen, noch stärker per präsidialer Verfügung gegen China und andere Länder in den Handelskrieg zu ziehen, um seine Schlagkraft auch nach einer möglichen Wahlschlappe unter Beweis zu stellen.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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