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Nach der US-Wahl ist vor der Sitzung der amerikanischen Notenbank. Der heutige Zinsentscheid könnte den Grundstein für eine weitere Zinsanhebung im Dezember legen.

An der Wall Street wird heute die Bereitschaft der Anleger, in der Nähe der gestrigen Hochs zu kaufen, auf die Probe gestellt. Im Januar galt dies angesichts einer sehr niedrigen Volatilität als der Modus Operandi, der die Kurse nach oben trieb. Das hat sich verändert. Wegen der höheren Schwankungen sind Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Kursgewinnen skeptisch geworden. Gewinne, die einmal da sind, werden schneller mitgenommen.

Auch der Deutsche Aktienindex musste heute erneut seine Gewinne vollständig wieder abgeben und rauschte am Nachmittag sogar ins Minus. Im derzeitigen Bärenmarkt laden sämtliche Erholungen zum Verkauf von Aktien ein. Für den Moment muss daher von einer Wiederaufnahme der Korrektur ausgegangen werden. Eine Wende zum Guten könnte allerdings die Überwindung des Widerstands bei 11.700 Punkten bringen. Gelingt dies, fiele endgültig der Startschuss für eine Jahresendrally. Andernfalls bleibt der Abwärtstrend wohl noch einige Zeit intakt.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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