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Nach dem gestrigen Kurssturz startete der DAX am heutigen Dienstag einen neuen Erholungsversuch. Allerdings befindet sich auch dieser auf wackeligen Beinen.

Das war heute los. Für den DAX ging es heute zurück über die Marke von 11.400 Punkten. In der Spitze lag das Kursplus bei etwas mehr als 1 Prozent. Angesichts der verschiedenen Unsicherheitsfaktoren sind jedoch deutliche Kursrücksetzer, wie wir sie zum Beispiel am Montag mit einem Kursminus von rund 1,7 Prozent für den Tag erlebten, jederzeit wieder möglich. Zumal die Konjunkturaussichten alles andere als optimistisch sind.

Zwar kletterten die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im November im Vormonatsvergleich leicht um 0,6 Punkte auf 24,1 Zähler, laut Angaben der Studienverfasser beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim würde sich der Indikator aber nach wie vor sehr deutlich im negativen Bereich und unterhalb seines langfristigen Durchschnitts von 22,7 Punkten befinden. Zudem habe sich die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland im November ganz erheblich verschlechtert.

Das waren die Tops & Flops. Im DAX überzeugte heute unter anderem die Lufthansa-Aktie (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125). Diese legte zeitweise mehr als 3 Prozent an Wert zu. Grund dafür ist das Vorhaben der Kranich-Airline, im kommenden Jahr die Ticketpreise anzuheben. Laut dpa kündigte Konzernchef Carsten Spohr eine Anhebung der niedrigsten Flugpreise von 29 auf 35 Euro an. Trotz der heutigen Kursgewinne ist die Lufthansa-Aktie jedoch weit davon entfernt, die diesjährigen Kursverluste wettgemacht zu haben. Im bisherigen Jahresverlauf gehört das Papier zu den schwächsten DAX-Werten.

Einen besonders schlechten Tag erwischte die Bayer-Aktie (WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017). Nach einem positiven Handelsauftakt lag das Kursminus am Nachmittag in der Spitze bei knapp 4 Prozent. Der Pharma- und Chemiekonzern hatte Zahlen für das dritte Quartal 2018 bekannt gegeben. Dank der Monsanto-Übernahme wuchsen die Erlöse um 23,4 Prozent auf 9,9 Mrd. Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen blieb mit 2,2 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau. Der Nettogewinn schrumpfte jedoch um 25,6 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro.

Das steht morgen an. Gleich morgen früh dürften Anleger auf die neusten Daten zum japanischen Wirtschaftswachstum schauen. Zudem werden die Statistiken zum deutschen BIP im dritten Quartal 2018 veröffentlicht. Besonders interessant dürfte jedoch am Nachmittag die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten für den Monat Oktober sein. Schließlich erwarten Börsianer einen Hinweis darauf, ob die Notenbank Fed die Leitzinsen im Dezember weiter anheben dürfte.

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