Bildquelle: Pressefoto Infineon Technologies AG

Wer gerne Geschäfte mit der Autoindustrie macht hat es derzeit nicht leicht. Dieselgate, das neue Abgastestverfahren WLTP, der chinesisch-amerikanische Handelsstreit und viele hausgemachte Probleme haben bei einigen großen Autokonzernen und Zulieferern zu Gewinnwarnungen geführt. Infineon (WKN: 623100 / ISIN: DE0006231004) stört dies offenbar wenig. Zumal der Münchner Halbleiterkonzern auch in anderen Bereichen Punkten kann.

„Die Digitalisierung und Elektrifizierung vieler Bereiche des täglichen Lebens sorgen für anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Produkten und Lösungen“, heißt es im jüngsten Quartalsbericht vonseiten von Vorstandschef Dr. Reinhard Ploss. Und es ist ja nicht so, dass die Autobranche angesichts der aktuellen Herausforderungen nicht viel Geld in die Hand nehmen müsste, um in Zukunftstechnologien zu investieren. Daimler, VW, BMW & Co müssen sehr viel Geld investieren, um nicht abgehängt zu werden, wenn es um die Elektromobilität, das autonome Fahren oder die Vernetzung des Fahrzeugs geht. In diesem Fall kann Infineon den ein oder anderen benötigten Chip liefern.

Nicht umsonst profitierte Infineon zuletzt von einer starken Auftragslage. Es ging sogar so weit, dass die Kapazitäten ausgebaut werden mussten, da man sonst gar nicht alle Aufträge annehmen könnte. Auch Übernahmen wie der Kauf des Dresdner Start-ups Siltectra GmbH für 124 Mio. Euro sollen zu den positiven Wachstumsaussichten beitragen. Auch der Blick auf die die jüngsten Ergebnisse ist positiv.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 (Ende September) kletterten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorquartal um 5 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Die Segmentergebnis-Marge erreichte einen Wert von 19,5 Prozent. Auf Gesamtjahressicht lag das Umsatzplus sogar bei 8 Prozent auf 7,6 Mrd. Euro bei einer Segmentergebnis-Marge von 17,8 Prozent. Für das angelaufene Geschäftsjahr 2018/19 bleibt das Management optimistisch. Der Umsatz soll um 9 bis 13 Prozent zulegen bei einer Segmentergebnis-Marge von 18 Prozent im Mittelpunkt der Umsatzspanne.

Allerdings sind sich Anleger nicht ganz sicher, ob diese optimistischen Prognosen eintreten werden. Das Halbleitergeschäft ist traditionell sehr stark konjunkturabhängig. Zuletzt haben sich die Aussichten für die Konjunktur verdüstert. Außerdem litt der Kurs der Infineon-Aktie unter der Schwäche einiger großer US-Technologietitel. Auch dort wird befürchtet, dass die Chipindustrie schwierigere Zeiten erwarten könnten. Zudem hat sich das Börsenumfeld zuletzt angesichts des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits, der italienischen Schulden oder des Brexits nicht gerade von seiner besten Seite präsentiert.

Für Infineon spricht jedoch die hohe erwartete Nachfrage aus der Autobranche infolge der Entwicklung neuer Technologien und der Digitalisierung unseres Alltags. Zudem hat sich der Euro zuletzt im Vergleich zum US-Dollar schwächer gezeigt, was dem DAX-Konzern zugutekommen sollte. Wer ebenfalls bullish eingestellt ist, sich jedoch nicht gleich die Infineon-Aktie ins Depot holen möchte, kann auf entsprechende Long-Produkte wie das Faktorzertifikat 5x Long auf Infineon von Morgan Stanley (WKN: MF1GG4 / ISIN: DE000MF1GG46) zurückgreifen.

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Bildquelle: Pressefoto Infineon Technologies AG

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