Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die Sorgen vor einem konjunkturellen Abschwung nehmen zu. Der Ölpreis erleidet einen weiteren Schwächeanfall, verliert damit seit Anfang Oktober rund 35 Prozent. Und die Stimmung in der deutschen Wirtschaft nährt nach dem Minus im dritten Quartal die Befürchtung, auch in den letzten drei Monaten des Jahres würde die Delle nicht schnell wieder ausgebügelt. Sowohl der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen als auch der verarbeitenden Industrie fallen im November stärker als erwartet.

Die Börsen sind schon angeschlagen, da kommen solche Nachrichten und Entwicklungen gar nicht gut an. Hinzu kommen Sorgen über die italienischen Finanzen, einen eventuell chaotischen Ausstieg der Briten aus der Europäischen Union und dann ist da auch noch der schwelende Handelsstreit, der weiter mit einer Lösung nicht aufwarten kann.

Der Deutsche Aktienindex geht damit auf einem gefährlichen Niveau ins Wochenende und muss nun hoffen, dass sich die Wall Street am Montag wieder berappelt, um nicht unter die Marke von 11.000 Punkten zu fallen und weiter nach unten durchgereicht zu werden. Vielleicht liefert ja auch ein am Sonntag unterschriebener Austrittsvertrag zwischen Brüssel und London den entscheidenden positiven Impuls, den der Markt jetzt so dringend braucht.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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