Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Es hat den Anschein, als sollten die zu frühen Käufer einer möglichen Jahresendrally erst einmal wieder aus dem Markt gedrückt werden. Damit besteht aber die Chance, dass wir vor einer Woche knapp über 11.000 Punkten im DAX den Tiefpunkt gesehen haben und der deutsche Aktienmarkt jetzt Anlauf für einen versöhnlichen Jahresausklang nimmt, das heißt seinen Verlust von aktuell zwölf Prozent noch etwas verringern kann.

Bewegung gab es in einem politischen Krisenherd: Ein erster Schritt für einen geordneten Brexit wurde am Wochenende von der Europäischen Union eingeleitet, indem die 27 Mitgliedsstaaten die Austrittsvereinbarung absegneten, was sich positiv auf den Aktienmarkt auswirkt. Allerdings liegt die größte Herausforderung noch vor der britischen Premierministerin May. Sie muss den Vertrag durch ihr Parlament bringen. Und hier dürfte die Börse genau darauf schauen, ob es ihr gelingt, ihre Gegner in den kommenden Tagen noch auf ihre Seite zu ziehen.

Grundsätzlich war das Jahr 2018 ein schlechtes Investmentjahr. Bis jetzt verloren neun von zehn Anlageinstrumenten, egal ob Bitcoin, Aktien, Rohstoffe oder das Sparbuch an Wert. Zum noch andauernden Zinsnotstand könnte nun eine allgemeine Anlagebaisse kommen, was das wohl schlechteste Szenario für alle Investoren wäre – egal ob Privatanleger oder Profi. Dies gilt es in den noch verbleibenden Wochen des laufenden Jahres zu beobachten und sich entsprechend für 2019 zu positionieren.

Ein Beitrag von Konstantin Oldenburger, CMC Markets, Frankfurt.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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