Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Entweder die Widerstände werden bekräftigt und für den Moment als unüberwindbar anerkannt oder aber sie werden gebrochen und die Aktienmärkte zünden eine Jahresendrally.

Dabei wäre es schon eine sehr große Überraschung, wenn die britische Premierministerin May ihren Brexit-Plan durch das Parlament bringen kann. Holt sie allerdings genug Gegner zurück auf ihre Seite, wäre das ein sehr positives Signal für den Aktienmarkt. Denn am Ende ist ein schlechter Vertrag besser als gar kein Vertrag. Und auch wenn er nicht wirklich zu Gunsten Großbritanniens ist, gäbe er den Märkten so etwas wie Planungssicherheit in diesen unsicheren Zeiten. Italien steht ebenfalls weiter unter Druck. Dass hier allerdings ein Einlenken zu erkennen ist, zeigt, dass sich auch hier die Nachrichten ins Positive wandeln können.

Bis allerdings auf beiden Problemfeldern endgültige Lösungen gefunden werden, könnte die Hängepartie an den Börsen anhalten. Am Ende des Tages brauchen die Märkte in Sachen Handelsstreit, Brexit und Italien grünes Licht für eine Jahresendrally. Noch wollen sich nur die Wenigsten gegen diese potenziellen Risiken im Aktienmarkt positionieren.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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