Bildquelle: Pressefoto Nordex

Die jüngsten Erholungsversuche der Nordex-Aktie (WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554) entpuppten sich allesamt als Strohfeuer. Entsprechend groß war die Enttäuschung auf Anlegerseite. Die Geschäftsergebnisse konnten ebenfalls niemanden wirklich aufheitern. Trotzdem bleiben einige Hoffnungsschimmer übrig.

Nordex konnte zuletzt immer wieder Erfolgsmeldungen in Form von neuen Aufträgen einstreuen. Darunter war sogar der bislang größte Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte zu finden. Im Juli hieß es, dass der Hamburger Windturbinenhersteller für den italienischen Energieversorger Enel Green Power den brasilianischen Windpark „Lagoa dos Ventos“ mit einer Leistung von etwa 595 Megawatt errichten soll. Dies alles half dem Kurs der Nordex-Aktie nur wenig. Und dies, obwohl das Management bei der Präsentation der 2018er-Neunmonatszahlen sogar von einer Belebung des Geschäfts gesprochen hatte.

Zumindest kann der Umstand als Erfolg verbucht werden, dass sich die Nordex-Aktie merklich von ihrem Ende März bei 6,86 Euro erreichten Jahrestief entfernt hat. Zudem fielen die Kursrückgänge zuletzt im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren deutlich moderater aus. Seit Jahresbeginn 2018 liegt das Kursminus des TecDAX- und SDAX-Wertes gerade einmal bei rund 3 Prozent. Das Jahr 2017 beendete das Papier mit Verlusten von 44 Prozent. 2016 lag der Kursverlust bei rund 38 Prozent. Auf lange Sicht kann man von einer Stabilisierung sprechen. Zudem steht derzeit der Kampf um die 200-Tage-Linie im Fokus. Diese liegt aktuell bei etwas über 9 Euro. Sollte sie nachhaltig zurückerobert werden, würde dies für die Nordex-Aktie aus charttechnischer Sicht einiges an Potenzial bedeuten.

Aus fundamentaler Sicht ist es jedoch deutlich komplizierter. Während das Unternehmen immer wieder mit neuen Aufträgen punkten kann, haben die jüngsten Geschäftszahlen für viel Enttäuschung am Markt gesorgt. Zwischen Januar und September 2018 fielen die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 23,8 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Das EBITDA fiel um 60,7 Prozent auf 71,4 Mio. Euro, während unter dem Strich sogar ein Verlust von 51,8 Mio. Euro eingefahren wurde, nach einem Plus von 27,9 Mio. Euro im Vorjahr.

So zeigte sich das Management in Bezug auf die 2018er-Jahresziele pessimistischer. Sowohl der Umsatz als auch die EBITDA-Marge sollen am unteren Ende der in Aussicht gestellten Spanne landen. Auf Umsatzseite liegt diese bei 2,4 bis 2,6 Mrd. Euro und bei der EBITDA-Marge bei 4,0 bis 5,0 Prozent. Zudem dürfte auch das Geschäftsjahr 2019 für Nordex nicht einfach werden.

Sparmaßnahmen sollen jedoch dabei helfen, sich auf die schwierigen Bedingungen besser einzustellen. Inwieweit dies gelingt, bleibt abzuwarten. Auch ein Grund, warum ein Discount-Zertifikat auf die Nordex derzeit keine schlechte Idee sein sollte. Die Seitwärtsbewegung dürfte sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Anleger können auf ein entsprechendes Discount-Zertifikat auf Nordex von Morgan Stanley (WKN: MF62SH / ISIN: DE000MF62SH6) zurückgreifen.

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Bildquelle: Pressefoto Nordex

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