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Der Chef der amerikanischen Notenbank hat sich gestern klug aus der Schusslinie gebracht. Er hat die öffentliche Wahrnehmung für weitere Zinsanhebungen dahingehend verändert, dass er entgegen einer Rede von Anfang Oktober nicht weiter beabsichtigt, schneller an der Zinsschraube zu drehen. Damit liegt die Verantwortung für die Volatilität am Markt wieder bei Donald Trump. Der will sich ja am Wochenende mit dem chinesischen Premier treffen, um über den Handel zu diskutieren.

Währenddessen sind die Erwartungen für eine Zinserhöhung im Dezember etwas gestiegen, auf rund 83 Prozent. Für Juni 2019 sieht es etwas ausgeglichener aus als zuvor, da sehen jetzt sogar die Märkte mehrheitlich eine Beibehaltung der Zinsen, nur noch 39 Prozent erwarten bis dahin noch eine Zinsanhebung. Es ist also gut möglich, dass jetzt im Dezember nochmal eine Erhöhung kommt und die Federal Reserve dann Pause macht.

Zusammenfassend sei also gesagt, dass die Rally an der Wall Street hauptsächlich ein US-Thema ist bis jetzt, der deutsche Markt und Asien profitieren kaum. Jetzt müssen Anleger genau darauf achten, ob der DAX stark genug ist, die 11.400 Punkte zu brechen. Dann wäre Platz bis auf 11.700 Zähler.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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