Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die Rally in New York nach der Rede von Notenbankchef Powell bleibt damit lediglich ein US-Thema, die Börsen in Europa profitieren kaum.

Hier wird die Gefahr eines harten Brexit ohne Vertrag als zu hoch eingestuft. Der 11. Dezember ist ein echtes Event-Risiko. An diesem Tag kann es viele Hundert Punkte im DAX hoch oder runter gehen, je nach Ausgang der Abstimmung im britischen Parlament. Die Wahrscheinlichkeit, sich im Vorfeld in die falsche Richtung zu positionieren, ist sehr hoch. Und das Problem mit Italiens Haushalt wird nur auf die lange Bank geschoben, aber nicht gelöst. Die Märkte bekommen damit keine Aussicht auf einen Zeitpunkt, zu dem Klarheit herrschen wird. Das sind zwei Unsicherheitsfaktoren, die erklären, warum Anlegern die Zuversicht fehlt.

Potenzielle Käufer sollten weiterhin genau darauf achten, ob der DAX trotz der Risiken stark genug ist, die 11.400 Punkte zu brechen. Dann wäre Platz bis auf 11.700 Zähler. Andernfalls bleibt der Markt im Korrekturmodus.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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