Der Freitag an der Börse

Stabilisierungsversuch im DAX trotz KI-Ausverkauf | US-Regierungs-Shutdown hält an

Bildquelle: markteinblicke.de

Am gestrigen Donnerstag meldeten sich an den US-Börsen die Sorgen vor einer KI-Blase zurück.

Heard in New York

Der NASDAQ Composite verlor 1,9 Prozent auf 23.053 Zähler, während der S&P 500 um 1,1 Prozent auf 6.720 Zähler zurücksetzte. Im Dow Jones Industrial Average lag das Minus bei 0,8 Prozent auf 46.913 Punkte. Zu den anhaltenden Handelsstreitigkeiten, Zollrisiken sowie der Frage nach der Gesundheit der US-Konjunktur im Angesicht des längsten US-Regierungs-Shutdowns kommen immer mehr auch die Frage nach der Nachhaltigkeit der KI- und Tech-Bewertungen als Belastungsfaktor hinzu.

Konnichiwa Tokio!

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Freitagmorgen schwächer und folgten damit dem KI-bedingten Ausverkauf an der Wall Street. Im japanischen Nikkei 225 lag das Minus zuletzt bei 1,2 Prozent auf 50.276 Punkte. In der Region Asien-Pazifik standen zudem die unter den Erwartungen liegenden Import- und Exportdaten aus China für den Monat Oktober.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigt sich nach dem gestrigen Rücksetzer am heutigen Freitag wenig bewegt. Die Analysten bei der Helaba verweisen darauf, dass sich am deutschen Aktienmarkt die seit Tagen zu beobachtende Konsolidierung fortsetzen würde. Der Leitindex DAX würde um die Marke von 24.000 Punkten pendeln und mal darüber, mal darunter schließen. Gestern habe er allerdings deutlicher nachgegeben und 1,3 % tiefer bei 23.734 Punkten geschlossen, wofür eine schwache Wall Street infolge erneuter Sorgen um eine hohe Bewertung des Tech-Sektors verantwortlich zu machen sei.

„Ansonsten nahm die Konjunkturzuversicht in den USA zwar etwas zu, jedoch wurden gleichzeitig die Zinssenkungserwartungen gedämpft. Am technisch uneinheitlichen Bild des DAX hat sich wenig geändert. Auf der Unterseite sind die letzten Tiefs bei 23.674/84 entscheidend. Kurse darunter würden Potenzial bis zur 200-Tagelinie eröffnen, die heute bei 23.359 verläuft. Ersten Widerstand bieten die 55- und 100-Tagelinien im Bereich der 24.000er Marke sowie der 21-Tagedurchschnitt bei 24.171“, heißt es weiter.

So handeln Sie heute den DAX

Bei der UBS sah man für den  heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Stand 07.11.2025, 7:00 Uhr; Quelle: Prime Quants
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.

Das Long-Szenario: Auf der Oberseite haben sich der kurzfristige GD50, der mittelfristige GD100 und die 24.000er-Barriere wieder bei den Widerständen einsortiert. Gelingt der nächste Re-Break, könnte sich ein Hochlauf an die 24.200er-Marke entwickeln. Oberhalb dieses Levels würde das Mai-Top bei 24.326 in den Fokus rücken. Kann auch das Juni-Top bei 24.479 überboten werden, wären das August-Hoch bei 24.536 und das Juli-Top bei 24.639 als mögliche Hürden zu nennen.

Das Short-Szenario: Kommt es vor dem Wochenende zu weiteren Abgaben, müsste zunächst auf das Oktober-Tief bei 23.684 geachtet werden. Verlieren die Notierungen diesen Halt – der gestern nachbörslich bereits angesteuert wurde –, sollten die beiden März-Tops bei 23.476 stützend wirken. Unterhalb des August-Tiefs (23.381) würde jedoch die 200-Tage-Linie (aktuell bei 23.359) in den Fokus rücken. Einen Trendwechsel vorausgesetzt, wäre eine Ausweitung der Verkäufe bis an die 23.000er-Marke denkbar.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UJ5HPU 20.915,54 8,37
Turbo OS UJ4DAL 21.855,12 12,50
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UJ86BX 26.570,01 8,40
Turbo OS UJ4ZQD 25.634,81 12,54

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 07.11.2025, 7:00 Uhr

Wichtige Tagestermine

Am Nachmittag schauen Anleger vor allem auf das Konsumklima der Uni Michigan.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2025 an der Frankfurter Börse