Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Tagelange zaghafte Erholungen und Rallyversuche werden an nur einem Tag durch fallende Kurse wieder zunichte gemacht. In der negativen Abkopplung des DAX von der Wall Street sind die Sorgen um die Zukunft Europas deutlich abzulesen.

Die Kerninflation in der Eurozone liegt bei nur noch 1,1 Prozent und schränkt damit den Spielraum der EZB ein, was künftige Zinsanhebungen anbelangt. Die Perspektive tiefer Zinsen für längere Zeit wie in Japan ist real. Die von Mario Draghi erwartete impulsive Inflationssteigerung zum Jahresende ist ausgeblieben, was einer Enttäuschung gleichkommt.

Eigentlich müsste die Aussicht auf niedrige Zinsen gut sein für den DAX. Genau diese sind aber symptomatisch für tiefer liegende Probleme in der Eurozone, die von der europäischen Politik mit einem „sich durchlavieren“ beantwortet werden. Das ist den Investoren zu wenig und sie senken den Daumen über Euro-Aktien.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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