Deutschlands Rüstungsriese Rheinmetall (WKN: 703000 / ISIN: DE0007030009) konnte im dritten Quartal 2025 auf ein anhaltend starkes Wachstum verweisen. Dies waren jedoch nicht die einzigen Nachrichten, die in den vergangenen Wochen für Begeisterung unter Anlegern in Bezug auf die europäische Rüstungsindustrie gesorgt haben.
TKMS feiert starkes Debüt
Am 20. Oktober feierte TKMS (WKN: TKMS00 / ISIN: DE000TKMS001) ein beeindruckendes Börsendebüt. ThyssenKrupp hat seine Marinetochter an die Börse gebracht. Der Aktienkurs von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) startete bei 60 Euro und stieg im Verlauf des ersten Handelstages zeitweise um fast 80 Prozent auf 107 Euro. Auch wenn die Notierung dieses Niveau bis zur Schlussglocke nicht halten konnte, lässt das Börsendebüt auf eine starke Zukunft hoffen – zumal Rüstungswerte in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt haben.
Auslöser dieser Entwicklung war der Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022. Kurz darauf verkündete der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz die „Zeitenwende“ und stellte beispiellose Investitionen in den Verteidigungssektor in Aussicht. Seither wurde nicht nur der Wehretat deutlich erhöht, auch aus dem Sondervermögen Bundeswehr fließen erhebliche Mittel in den laufenden Verteidigungshaushalt. Dieser steigt von aktuell 86,49 Mrd. Euro in den kommenden Jahren weiter an; allein für 2029 sind 152,83 Mrd. Euro vorgesehen. Deutschland ist jedoch bei Weitem nicht allein, wenn es darum geht, die Ausgaben für Verteidigung nach oben zu schrauben.

Volle Auftragsbücher
Die NATO hat ihre Ausgabenziele angehoben, während die EU ihre Schuldenregeln zugunsten zusätzlicher Verteidigungsausgaben lockert. Ziel ist es, den europäischen Rüstungssektor zu stärken. Bei Unternehmen wie Rheinmetall zeigt sich dies in vollen Auftragsbüchern sowie bereits stark steigenden Umsätzen. Der Düsseldorfer Branchenriese wies für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres im Vorjahresvergleich ein konzernweites Umsatzwachstum von 20 Prozent auf 7,5 Mrd. Euro aus.
Dies ist ein neuer Rekord. Das militärische Geschäft wuchs um 28 Prozent. Auf Rekordniveau bewegen sich derzeit auch die Auftragsbücher. Derzeit wird kräftig in Kapazitäten investiert, um diese Aufträge abarbeiten zu können, weshalb der operative Free Cashflow in den negativen Bereich rutschte. TKMS reitet seinerseits auf einer Welle des Erfolgs. Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Anbietern integrierter Systemlösungen für maritime Verteidigungstechnologien und findet bei Kunden großen Anklang.
Die Auftragsbücher sind bis in die 2040er-Jahre gefüllt. Es ist daher wenig verwunderlich, dass Anlagevehikel wie der Future of Defence UCITS ETF – Acc großen Anklang bei Investoren finden. Die Indexvertreter müssen den Großteil ihrer Einnahmen aus der Herstellung und Entwicklung von Militärflugzeugen und/oder Verteidigungsausrüstung erzielen oder im Bereich der Cybersicherheit tätig sein und mit einem NATO- oder NATO+-Verbündeten unter Vertrag stehen.
Wer auf die positive Kursentwicklung eines ganzen Aktienkorbs von Unternehmen aus dem europäischen Rüstungssektor setzen möchte, kann sich das Indexzertifikat (WKN: DA0ACA / ISIN: DE000DA0ACA0) auf den European Defence Index anschauen.








