In diesem Jahr sorgen Edelmetalle wie Gold oder Silber aufgrund einer starken Investorennachfrage für sehr viel Aufsehen. Im Fall von Gold ging es zeitweise auf ein neues Rekordhoch oberhalb der Marke von 4.300 US-Dollar pro Feinunze nach oben. Auch bei vielen Industriemetallen herrscht ein reges Treiben. Besonders interessant sind dabei die Entwicklungen rund um Kupfer.
Kritische Angebotsverknappung am Kupfermarkt
Der Kupferpreis notierte zuletzt oberhalb der lange Zeit als fast schon unüberwindbar geltenden Marke von 10.000 US-Dollar je Tonne. Kurzfristig dürfte sich ein Minenunglück in Indonesien sehr stark auf die Angebotssituation auswirken. Laut Angaben des Minenbetreibers Freeport-McMoRan werden die Auswirkungen einer Schlammlawine dafür sorgen, dass die zweitgrößte Kupfermine der Welt erst 2027 wieder mit voller Kapazität betrieben werden könne. Die Experten von Benchmark Minerals schätzen die bis 2026 entgangene Förderung auf knapp 600.000 Tonnen.
Zum Vergleich: Dies entspricht der für 2026 prognostizierten Förderung in Chiles Collahuasi-Mine, der drittgrößten Mine weltweit. Hinzu kommt der Umstand, dass auch andere wichtige Minen nicht ohne Unterbrechungen fördern konnten. Dr. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, verweist zudem darauf, dass Analysten eine um mindestens 2,5 Prozent jährlich wachsende Nachfrage erwarten, insbesondere aufgrund des Bedarfs von Datenzentren.
„Die lange Zeit eine obere Grenze darstellenden 10.000 US-Dollar pro Tonne könnten somit nun einen Boden darstellen und die Kupferpreise in den kommenden Wochen ihr Rekordhoch von 11.100 US-Dollar pro Tonne übersteigen“, sagt Stephan. Bei der Internationalen Energieagentur (IEA) schätzt man, dass das Angebotsdefizit bei Kupfer in den kommenden Jahren weiter ansteigen sollte. Für 2030 wird eine Angebotslücke bei Kupfer von 5,9 Millionen Tonnen gesehen, während diese 2040 bereits bei rund 11,0 Millionen Tonnen liegen soll.

Optimistische Preisprognose für Kupfer
Die erwartete Angebotslücke könnte die Preise für Kupfer weiter stützen. So hatten die Rohstoffanalysten bei der Bank of America ihre Prognose für den durchschnittlichen Kupferpreis im Jahr 2026 jüngst um 11 Prozent auf 11.313 US-Dollar je Tonne angehoben. Für 2027 liegt die Prognose bereits bei 13.501 US-Dollar, während Spitzenwerte von mehr als 15.000 US-Dollar erreicht werden könnten.
Zu den Preistreibern gehörten anhaltende Produktionsstörungen in wichtigen Bergwerken sowie die Erschöpfung älterer Minen, genauso wie eine stabile und in einigen Fällen sogar steigende Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten. Darüber hinaus wird der Markt durch die 50-prozentigen Kupferzölle der US-Regierung zusätzlich angeheizt, während das „rote Metall“ in wichtigen Wachstumsbranchen wie der Elektroautoindustrie, rund um die Energiewende sowie bei KI-Rechenzentren eine Rolle spielt. Daher wächst die strukturelle Nachfrage nach Kupfer rasant.
Stromnetze, Windkraftanlagen, Solarmodule, Batteriespeicher und Elektrofahrzeuge sind auf Kupfer als unverzichtbaren Leiter angewiesen. Wenn es um KI-Rechenzentren geht, punktet Kupfer in Leitungen mit seiner hohen elektrischen Leitfähigkeit, während auch die Kühlung sehr kupferintensiv ist. Auch geopolitische Aspekte stärken die strategische Bedeutung: Viele Staaten, darunter die USA und die EU, wollen ihre Versorgung unabhängiger gestalten. Kupfer wird zunehmend als „kritischer Rohstoff“ eingestuft, was zu staatlichen Förderprogrammen und neuen Partnerschaften führt.
Anleger, die gehebelt auf Kurssteigerungen bei der deutschen Kupfer-Aktie von Aurubis (WKN: 676650 / ISIN: DE0006766504) setzen wollen, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MJ8EWJ / ISIN: DE000MJ8EWJ4) überproportional von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren.








