Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Wenn man den Worten von US-Präsident Donald Trump glaubt, hat er den Handelsstreit mit China quasi im Alleingang gewonnen und dabei neue Super-Konditionen für die heimische Wirtschaft im Handel mit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt herausgeholt. Nur leider wissen wir inzwischen, dass der „Delamaker“ aus der New Yorker Immobilienszene auch gerne einmal übertreibt. Egal – die deutschen Autoaktien waren dank „The Donald“ am Montag deutlich auf der Überholspur, Daimler und BMW haussierten.

So oder so, wir können froh sein, dass das Treffen zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping auf dem G20-Gipfel in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zumindest so etwas wie einen Waffenstillstand im Handelsstreit der beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt hervorgebracht hat.

Für 90 Tage will man keine Zölle erhöhen oder neue Zölle einführen. Die Zeit soll für Verhandlungen genutzt werden. Es bleibt jedoch die Frage, ob diese Zeit ausreichen wird, sämtliche Zollfragen und andere Streitthemen wie den Schutz geistigen Eigentums oder den Technologietransfer zu lösen. Dass der chinesisch-amerikanischen Handelsstreit auch nach dem G20-Gipfel noch längst nicht gelöst ist, schien Börsianern jedoch wenig auszumachen. Am Montag schoss der DAX regelrecht in die Höhe. Trotzdem heißt dies nicht, dass jetzt alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Seit Jahresbeginn 2018 bleibt der DAX mit rund 11 Prozent im Minus. Der Oktober war besonders schlimm. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer rutschte um knapp 7 Prozent nach unten. Im November lag das Minus bei knapp 2 Prozent. Doch dank Trump darf wieder gehofft werden, auf die berühmte Weihnachts- bzw. Jahresendrallye – auch wenn der Handelsstreit in den vergangenen Wochen und Monaten nicht der einzige Belastungsfaktor für die Aktienmärkte gewesen war.

Der Brexit und der Schuldenstreit zwischen Brüssel und Rom bleiben uns erhalten, sind aber wohl eingepreist(?).

Am 11. Dezember steht die entscheidende Brexit-Abstimmung im britischen Parlament an. Im Moment fragt sich jeder, wie Premierministerin Theresa May diese gewinnen will. Wir dürfen gespannt sein. Zumal ja auch die italienische Regierung noch für einiges an Unruhe an den Finanzmärkten sorgen kann. Und dann bleibt auch noch die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Viele Konjunkturbarometer signalisierten zuletzt eine Abkühlung.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass vieles, wie zum Beispiel ein ungeregelter Brexit, zum großen Teil eingepreist sein sollte. Außerdem wird an vielen Stellen ein etwas schwächeres Wirtschaftswachstum vorhergesagt, eine Rezession dürfte es jedoch nicht geben. Außerdem bleibt uns die lockere Geldpolitik der EZB ja noch eine Weile erhalten, so dass es genügend Investoren geben sollte, die die Gelegenheit nutzen und bei den zuletzt deutlich günstiger gewordenen Aktien im DAX zuschlagen sollten.

Wer bullish eingestellt ist, kann auf entsprechende Long-Produkte wie das Faktorzertifikat 5x Long auf den DAX von Morgan Stanley (WKN: MF1JT5 / ISIN: DE000MF1JT55) zurückgreifen. Never say never- vor allem nicht im Dax.

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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