Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die Halbwertzeit des Glaubens an eine friedliche Lösung im Handelskrieg ist kurz. Es steht bis dato nicht fest, ob China wirklich die Autozölle kappen wird, wie vom US-Präsidenten per Twitter gemeldet. Es wäre eine dramatische Eskalation, wenn China den US-Präsidenten öffentlich bloßstellen würde. Für den Moment muss man davon ausgehen, dass eine Mehrheit der Anleger dem medial gut inszenierten Auftritt des US-Präsidenten vom Wochenende eher misstraut.

In Frankfurt gilt es heute Morgen erst einmal, den neuen Haushaltsentwurf aus Rom abzuwarten. Eine Einigung mit Brüssel wäre eine gute Nachricht für die Anleger. Technisch betrachtet geht es jetzt darum auszuloten, ob die gestern entstandene Kurslücke im Deutschen Aktienindex zum Freitag geschlossen werden kann und dort wieder Käufer auf ihren Einstieg warten. Der DAX ist immer noch dabei, seinen Boden zu finden.

Zu einem nächsten empfindlichen Einbruch kann es dann kommen, wenn der Waffenstillstand gebrochen wird. Betrachtet man die Wankelmütigkeit beider Parteien und die Angespanntheit der Situation, dann sollte man sich nicht darauf verlassen, dass die dreimonatige Frist hält. Ein Bruch des Waffenstillstands ist jetzt das große Risiko an der Börse.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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