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Gestern hatte die Nachricht von einer Art Waffenstillstand im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit für Begeisterung am Aktienmarkt gesorgt. Am heutigen Dienstag war davon jedoch nichts mehr zu spüren. 

Das war heute los. Der DAX legte den Rückwärtsgang ein. Schuld waren unter anderem die Diskrepanzen zwischen dem großen Jubel vonseiten von US-Präsident Donald Trump über die vereinbarte Pause im Handelsstreit und den eher zurückhaltenden offiziellen Beteuerungen der Regierungen in Peking und Washington. Damit wurde Anlegern offenbar bewusst, dass der Handelsstreit längst nicht gelöst ist. Zumal mit dem Brexit oder dem Schuldenstreit zwischen der italienischen Regierung und der EU-Kommission weitere Unsicherheitsfaktoren vorhanden sind. Daher sahen es viele DAX-Anleger wohl als eine gute Gelegenheit an, die gestern erzielten Gewinne gleich wieder mitzunehmen.

Das waren die Tops & Flops. Im DAX konnte sich die Linde-Aktie (WKN: A2DSYC / ISIN: IE00BZ12WP82) dem schwachen Marktumfeld am besten entziehen. Die Aktie des Industriegaseherstellers legte zeitweise knapp 3 Prozent an Wert zu. Das Papier profitierte von der Nachricht, wonach am 24. Dezember die Aufnahme in den Stoxx-Europe-50-Index erfolgen soll.

Deutlich schlechter lief der heutige Tag dagegen für die Lufthansa-Aktie (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125). Diese verlor zwischenzeitlich mehr als 6 Prozent an Wert und landete am DAX-Ende. Erneut waren es steigende Rohölpreise, die der Kranich-Airline zusetzten. Dabei sah es in den vergangenen Wochen nach einem sehr schwachen Jahr 2018 so aus, als könnte sich die Lufthansa-Aktie endlich erholen. Damit scheint es nun schon wieder vorbei zu sein.

Das steht morgen an. Hierzulande dürften Anleger auf einige europäische Einkaufsmanagerindizes schauen. Aus den USA erreicht uns am Nachmittag der ADP-Report. Wie immer dient er dabei als Vorgeschmack für die offiziellen amerikanischen Arbeitsmarktdaten. Die offiziellen November-Zahlen wird die US-Regierung am Freitag veröffentlichen. Darüber hinaus wird eine Rede von Fed-Chef Jerome Powell vor dem Kongress im Fokus stehen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob die Leitzinsen bei der kommenden Notenbanksitzung angehoben werden, sondern auch darum, wie viele Zinsschritte in 2019 zu erwarten sind.

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