Der Freitag an der Börse

Negative Nachwirkungen des US-Shutdowns | Mit roten Vorzeichen ins Wochenende

Bildquelle: markteinblicke.de

Weitere Verzögerungen bei Datenveröffentlichungen infolge des Regierungs-Shutdowns sowie die Frage nach einer Dezember-Leitzinssenkung der Fed drückten die US-Börsen gestern ins Minus.

Heard in New York

Der NASDAQ Composite beendete den gestrigen Donnerstaghandel mit einem Minus von 2,3 Prozent auf 22.870 Punkte, während der S&P 500 um 1,7 Prozent auf 6.737 Zähler zurücksetzte. Im Dow Jones Industrial Average lag das Minus bei 1,7 Prozent auf 47.456 Zähler.

Neben der shutdown-bedingten Datenthematik zweifeln immer mehr Anleger und US-Währungshüter an der einer weiteren Leitzinssenkung in diesem Jahr. Der Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Neel Kashkari, sagte, er habe die letzte Zinssenkung der US-Notenbank nicht unterstützt, sei jedoch noch unentschlossen, wie man bei der Sitzung im Dezember am besten vorgehen solle.

Konnichiwa Tokio!

Die Kursverluste an der Wall Street sorgten auch in Asien am heutigen Freitagmorgen für einen schwächeren Handel. So büßte beispielsweise der japanische Nikkei 225 1,8 Prozent auf 50.376 Punkte ein.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigt sich am Freitag ein wenig schwächer, nachdem das Barometer zuvor zeitweise innerhalb weniger Handelstage in der Spitze knapp 1.000 Punkte zugelegt hatte. Die Analysten bei der Helaba verweisen auch darauf, dass die traditionell stärkste Börsenphase des Jahres begonnen habe. Gestern aber habe sich die Stimmung schlagartig getrübt, auch weil an der Wall Street neue Verunsicherung aufgekommen sei.

„Wichtige Datenveröffentlichungen lassen nach dem „shutdown“ wohl länger auf sich warten und die Zinssenkungsfantasie bildet sich zurück. Der DAX schloss nach einem volatilen Handelstag 1,4 Prozent tiefer bei 24.042 Punkten. Fraglich ist, ob die positive Grundstimmung nun wieder kippt. Rücksetzer könnten auch zum Einstieg genutzt werden. Wichtig wäre es aus technischer Sicht, dass sich der DAX oberhalb der 24.000er Marke halten kann. Nachhaltig unter dieser fänden sich die nächsten Haltemarken bei 23.453, 23.383 und 23.284″, heißt es weiter.

So handeln Sie heute den DAX

Bei der UBS sah man für den  heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Stand 14.11.2025, 7:00 Uhr; Quelle: Prime Quants
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.

Das Long-Szenario: Nach oben müsste der DAX nun erneut über das Top vom 3. November bei 24.249 ausbrechen, um wieder Kurs auf das Mai-Top bei 24.326 nehmen zu können. Darüber würden sich die Blicke auf das Juni-Top bei 24.479 und auf das August-Hoch bei 24.536 richten. Danach müsste das Juli-Hoch bei 24.639 überboten werden.

Das Short-Szenario: Auf der Unterseite steht jetzt wieder der mittelfristige GD100 (aktuell bei 24.040) im Fokus, der gestern auf Schlusskursbasis noch knapp verteidigt wurde. Fallen die Kurse jedoch unter die Trendlinie zurück und finden auch an der 24.000er-Marke und an der 50-Tage-Linie (23.991) keinen Halt, müsste mit weiteren Abgaben in Richtung der 23.800er-Schwelle gerechnet werden. Darunter könnte die offene Kurslücke vom Montag geschlossen werden, bevor es zu einem neuerlichen Test der beiden März-Tops bei 23.476 kommen dürfte. Die nächsten Haltestellen wären anschließend an der 200-Tage-Linie (23.420) und am August-Tief (23.381) zu finden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UJ5ZAN 21.241,35 8,51
Turbo OS UJ4DPH 22.163,45 12,57
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UM2PG6 26.881,05 8,53
Turbo OS UM1WTE 25.971,99 12,61

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 14.11.2025, 7:00 Uhr

Wichtige Tagestermine

Hierzulande schauen Anleger unter anderem auf das Euroland-BIP.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2025 an der Frankfurter Börse