Das Thema Künstliche Intelligenz und der Boom rund um Rechenzentren haben bei Dell Technologies (WKN: A2N6WP / ISIN: US24703L2025) für eine Art Renaissance gesorgt. Umso härter wurde der Tech-Konzern nun getroffen, als die Diskussionen um eine mutmaßliche KI-Blase Fahrt aufgenommen hatten.
Margendruck voraus
Im Vergleich zu ihrem Hoch bei rund 168 US-Dollar hat die Dell-Aktie in den vergangenen Wochen rund 27 Prozent an Wert verloren. Morgan-Stanley-Analyst Erik Woodring ist der Ansicht, dass es damit in Sachen Kurssturz noch nicht getan ist. Er hat die Dell-Aktie gleich mal von „Overweight“ um zwei volle Stufen auf „Underweight“ herabgestuft.
Das Kursziel wird zudem von 144 auf 110 US-Dollar gesenkt. Der Analyst glaubt, dass der Margendruck die Bewertung des PC- und Druckerherstellers belasten könnte. Als Hardwarehersteller sei Dell aus Analystensicht am stärksten von den steigenden Kosten im DRAM- und NAND-Speichergeschäft betroffen. Diese dürften die Margen in den nächsten 12 bis 18 Monaten belasten.
Laut Woodring gebe es historisch eine starke negative Korrelation zwischen steigenden DRAM-/NAND-Preisen und den Bruttomargen von Dell, insbesondere wenn man bedenkt, dass Speicher 25 bis 70 Prozent der Materialkosten für alle drei wichtigen Produktsegmente von Dell ausmachen. Es wird auf den Speicherzyklus zwischen 2016 und 2018 hingewiesen. Damals sei die Bruttomarge von Dell in den neun Monaten nach Beginn des Anstiegs der Speicherpreise um 95 bis 170 Basispunkte zurückgegangen.
Unruhe im KI-Bereich
Es sind jedoch bei Weitem nicht alle Experten an der Wall Street derart negativ gegenüber den Aussichten für Dell Technologies eingestellt. Wenn es nach Samik Chatterjee, Analyst bei J.P. Morgan, geht, dürfte der jüngste Kursrücksetzer eher eine Einstiegsgelegenheit bieten. Zumal auf Analystenseite damit gerechnet wird, dass das Thema Künstliche Intelligenz bei vielen Werten noch für Bewertungsaufschläge sorgen könnte.
Chatterjee hat daher das Kursziel für die Aktie von Dell Technologies von 165 auf 170 US-Dollar angehoben und das „Overweight“-Rating bestätigt. Es gebe Hinweise auf Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz, was „die durch KI bedingten Bewertungsaufschläge gemildert hat“, sagt der Experte. Er erwartet jedoch kurzfristige Umsatz- und Gewinnsteigerungen bei KI-gestützten Unternehmen, um die Anleger zu beruhigen.
Das marktEINBLICKE-Fazit
NVIDIA wird am Mittwochabend seine neuesten Quartalsergebnisse vorlegen. Diese dürften kurzfristig darüber entscheiden, wie es in Sachen KI-Boom weitergeht. Die Ergebnisse des KI-Darlings und Spezialisten für Grafikprozessoren haben das Potenzial, Sorgen um eine mutmaßliche Blase vorerst auszuräumen, was auch der Dell-Aktie helfen könnte.
Anleger, die gehebelt auf Kurssteigerungen bei der Aktie von Dell Technologies setzen wollen, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MK6EC4 / ISIN: DE000MK6EC47) überproportional von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren.









