Home Depot: Es ist wieder passiert

Der US-Baumarktkonzern Home Depot hatte vergebens auf mehr Stürme in den USA gehofft. Allerdings bleiben die Marktbedingungen auch abseits des Wetters schwierig.

(Bildquelle: Home Depot)

Bekanntlich heißt es, dass „alle guten Dinge drei sind“. Im Fall von Home Depot (WKN: 866953 / ISIN: US4370761029) und dem Quartalsgewinn je Aktie beim US-Baumarktkettenbetreiber sind jedoch eher alle schlechten Dinge drei.

Stürme bleiben aus

Zum dritten Mal in Folge enttäuschte Home Depot die Erwartungen der Analysten, wenn es um den bereinigten Gewinn je Aktie geht. Im abgelaufenen dritten Quartal (Ende 2. November 2025) lag dieser Wert bei 3,74 US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt jedoch mit einem Wert von 3,84 US-Dollar gerechnet. Enttäuschend fiel auch der Blick auf Umsätze und Margen aus, zumal auch die Jahresziele gesenkt wurden. Negativ fielen am Dienstag daher auch die Marktreaktionen auf die jüngsten Zahlen der Home-Depot-Aktie aus.

Das Unternehmen bewegt sich ohnehin seit einiger Zeit in einem schwierigen Umfeld. Entsprechend liegt das Kursminus seit Anfang 2025 bei knapp 14 Prozent. Das Management hatte im dritten Quartal auf eine Nachfrageerholung gehofft. Diese zeigte sich aber lediglich stabil. Auch das Geschäft mit Dachmaterialien oder Generatoren schwächelte, weil die Sturmsaison in den USA relativ schwach ausgefallen war. Entsprechend wenig musste repariert oder sturmbedingt vorgesorgt werden.

Anhaltender Druck am Immobilienmarkt

Für das Gesamtjahr geht das Management nun von einem „leichten“ Anstieg bei den vergleichbaren Umsätzen aus, während die bereinigte operative Marge einen Wert von 13 Prozent erreichen soll. Zuvor sollten die vergleichbaren Umsätze um 1 Prozent ansteigen, während die Marge mit 13,4 Prozent ins Ziel kommen sollte. Zumindest wurde jedoch die EPS-Prognose mit 15,24 US-Dollar bestätigt.

Im dritten Quartal legten die Umsatzerlöse konzernweit um 2,8 Prozent auf 41,4 Mrd. US-Dollar zu; die vergleichbaren Erlöse konnten jedoch lediglich um 0,2 Prozent verbessert werden. Auf dem besonders wichtigen US-Heimatmarkt lag das Plus bei lediglich 0,1 Prozent. So sprach das Management selbst davon, dass die Ergebnisse hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben seien, was in erster Linie auf das Ausbleiben von Stürmen im dritten Quartal zurückzuführen gewesen sei.

(Bildquelle: Home Depot)

„Darüber hinaus blieb die zugrunde liegende Nachfrage im Geschäft zwar relativ stabil, doch blieb der erwartete Anstieg der Nachfrage im dritten Quartal aus. Wir glauben, dass die Unsicherheit der Verbraucher und der anhaltende Druck auf dem Immobilienmarkt die Nachfrage nach Heimwerkerprodukten überproportional beeinflussen“, sagte CEO Ted Decker.

Das marktEINBLICKE-Fazit

Angesichts der schwierigen Lage, insbesondere am US-Häusermarkt, waren die Erwartungen an die jüngsten Zahlen bei Home Depot bereits sehr niedrig – und wurden teilweise dennoch enttäuscht. Einen Hoffnungsschimmer stellt wiederum der Umstand dar, dass die EPS-Prognose bestätigt wurde.

Anleger, die gehebelt auf eine Kurserholung bei der Aktie von Home Depot setzen wollen, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MK4X0K / ISIN: DE000MK4X0K6) überproportional von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren.