Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Nach den starken Verlusten in den vergangenen Handelstagen wäre es nicht ungewöhnlich, wenn auch die Frankfurter Börse zunächst eine stärkere Gegenbewegung startet.

Solche Bärenmarktrallys waren in den vergangenen Wochen immer wieder zu beobachten. Aktuell könnte eine solche Erholung auch deshalb noch stärker ausfallen, weil diejenigen Profis, die mit Leerverkäufen auf weiter fallende Kurse setzen, gezwungen sind, sich wieder einzudecken, wenn der Wind sich dreht. Übergeordnet allerdings bliebe auch nach einer solchen kurzfristigen Erholung der Abwärtstrend bestehen.

Während sich die Wall Street am unteren Band einer mehrmonatigen Seitwärtsspanne befindet, wurde der Deutsche Aktienindex in den vergangenen Tagen nach unten durchgereicht. Hier kommen neben den Unsicherheiten rund um den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union Sorgenkinder wie die Deutsche Bank hinzu, die mit der Commerzbank zwangsverheiratet werden könnte. Das sind Belastungsfaktoren, die es im Dow Jones so nicht gibt. Auch deshalb steht die Wall Street besser da als der DAX.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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