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Nimmt man die offiziellen Definitionen, so befinden wir uns eindeutig im Bärenmarkt. Der DAX hat sich inzwischen rund 22 Prozent von seinem Allzeithoch im Januar 2018 entfernt. Mit 13.559,60 Punkten hatte der Deutsche Aktienindex auf seinem Hoch damit seit dem Lehman-Tief vom März 2009 fast 10.000 Punkte zugelegt. Aber diese Neun-Jahres-Rallye ist Geschichte. Bleibt die Frage, ob die aktuelle Korrektur tatsächlich noch weiter geht, oder ob eine neue Rallye ante Portas steht.

Die Konjunktur gibt widersprüchliche Signale. Die letzten BIP-Zahlen in Deutschland waren überraschend negativ. Zugleich zeigen die letzten Daten zum ifo-Geschäftsklima ebenfalls in die negative Richtung. Die ZEW-Konjunkturerwartungen drehten dagegen zuletzt wieder nach oben. Ja was denn nun? Die zahlreichen Gewinnwarnungen großer deutscher Konzerne sprechen auch nicht gerade für einen neuen Wirtschaftsboom. Auf der anderen Seite sollte man sich nach Jahren der Hochkonjunktur auch nicht wundern, wenn es mal zwischendurch ein paar Quartale schwieriger läuft. Grundsätzlich ist ja kein Einbruch wie 2008/2009 in Sicht.

Die USA scheinen den Handelskonflikt langsam aber sicher beenden zu wollen – die Erfolge in den USA geben Trump offenbar recht. Sowohl China als auch die EU geben mehr oder minder klein bei und das neue Freihandelsabkommen der USA mit Mexiko und Kanada ermöglicht es den USA weiter ihre dominierende Rolle auszuspielen. Hinzukommt, dass der drohende Zerfall der OPEC die Rohölpreise sinken lies, wodurch das Schmiermittel der Weltwirtschaft wieder seine Wirkung entfalten kann.

In der EU scheint sich derweil allmählich auch die Lage zu beruhigen. In Deutschland gibt es mit AKK an der Spitze der CDU Kontinuität. In Frankreich hat Emmanuel Macron mit seiner gestrigen Rede vermutlich ein gutes Maß gefunden die Lage zu beruhigen. Zwar dürften die Demonstrationen der GilletsJaunes noch nicht zu Ende sein. Aber der französische Präsident hat die wichtigste Forderung nach einem höheren Mindestlohn erfüllt, ohne seine Ziele insgesamt zu verraten. Die Bewegung dürfte sich abkühlen und Frankreich damit die Chance haben, sich wirtschaftlich zu erholen. Das dürfte auch mit Blick auf die Europawahl im kommenden Jahr nicht unwichtig sein – lesen Sie dazu auch unseren Beitrag in der neuen Ausgabe von marktEINBLICKE (Ab 17. Dezember erhältlich).

Die Lage in Italien hat sich offenbar auch gebessert, so dass das Gespenst Euro-Krise wieder in die Kiste gesperrt werden konnte. Bleibt noch der Brexit. Nach dem Theater der letzten sind die Chancen auf einen Verbleib der Briten in der EU deutlich gestiegen. Zumindest sind sie so hoch, wie seit der legendären Entscheidung von zweieinhalb jahren nicht mehr. Am Ende könnte es ausgerechnet der Europäische Gerichtshof gewesen sein, der die EU rettet, indem er die Möglichkeit des Rückzugs von der Brexit-Entscheidung als möglich entschieden hat.

Man sieht: Die Gemengelage ist nicht so düster, wie mancher es in den letzten Wochen dachte. Das sehen übrigens auch unsere 14 Experten so, die wir für die neue Titelgeschiche von marktEINBLICKE 01/2019 (ab 17. Dezember erhältlich) zu einem Blick in die Glaskugel aufgefordert haben. Neben den Fonds-Managern Dr. Jens Erhardt und Volker Schilling äußern sich auch Volkswirte wie Folker Hellmeyer oder Börsenexperten wie Heiko Thieme, Jessica Schwarzer, Manuel Koch oder Christian W. Röhl zu Ihren Erwartungen. Das Ganze wird von den Aktienfavoriten der marktEINBLICKE-Redaktion abgerundet. Daneben gibt es im Heft auch wieder jede Menge Lebensart. Wer statt auf Papier lieber auf digitale Produkte steht, sollte sich einmal unsere App anschauen. Erhältlich in den bekannten App-Stores:

Alternativ können Sie auf das App-Angebot auch über unser E-Magazin zurückgreifen: emagazin.markteinblicke.de.

FAZIT. Auch 2019 dürften Aktien die beste Möglichkeit darstellen, um einen langfristigen Vermögensaufbau in die Wege zu leiten. Am besten Sie lesen einmal in einigen Klassikern der Börsenliteratur nach, wie sich das mit den Hochs und Tiefs verhält. Interessante Börsenbücher haben wir hier zusammengestellt.

Und wer noch an seinem Depot herumlaboriert: Mit Blick auf den Jahreswechsel bietet sich auch immer ein Vergleich der zahlreichen Depot-Angebote an. Manchmal kann man tatsächlich Geld sparen…

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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