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Die Isra Vision-Aktie (WKN: 548810 / ISIN: DE0005488100) befindet sich seit September quasi im freien Fall. Das Papier sank von einem Rekordhoch an der 60-Euro-Marke inzwischen auf ein Zwischentief bei rund 25,50 Euro, der Titel hat sich also in knapp vier Monaten mehr als halbiert, die Marktkapitalisierung schrumpfte auf rund 600 Millionen Euro. Da muss also allerhand im Unternehmen schief gegangen sein. Oder hat der Spezialist für Oberflächeninspektionssystemen und Bildverarbeitungsprogrammen (Machine Vision) gar einen Großteil seiner Aufträge plötzlich verloren? Nein, davon kann keine Rede sein.

Dies beweisen die heute vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2017/18, welches am 31. September zu Ende ging. Und aufgepasst: Der Umsatz lag mit 152,5 Millionen Euro rund sieben Prozent über dem Vorjahresniveau und zudem klar über der eigenen Zielmarke von 150 Millionen. Beim Gewinn vor Steuern kam es zu einem Sprung um 18 Prozent auf 33 Millionen Euro, was einer Vorsteuer-Marge von starken 22 Prozent entspricht. Damit ist Isra Vision so profitabel wie noch nie in der Firmengeschichte.

Und trotzdem gibt die Aktie zum Wochenschluss nochmals kräftig nach und markiert die neuen Zwischentiefs. Das Haar in der Suppe ist ein verhaltener Ausblick für 2018/19 mit einem Wachstum im niedrig zweistelligen Bereich bei Umsatz und Ertrag. Die detaillierte Prognose folgt dann im Februar 2019. Allerdings hat das Team um erfahrenen Vorstandschef Enis Ersü stets eher vorsichtig prognostiziert, dann aber meist übererfüllt…

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

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