Der Donnerstag an der Börse

Die Fed hat geliefert, tritt nun aber auf die Bremse | Oracle enttäuscht

Bildquelle: markteinblicke.de

Die Fed hat die Leitzinsen wie erwartet gesenkt und den US-Börsen gestern Auftrieb verliehen. Doch nun wollen die US-Währungshüter zunächst abwarten, während Oracle nachbörslich enttäuschte.

Heard in New York

Der NASDAQ Composite schloss am gestrigen Mittwoch mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 23.654 Punkte, während der S&P 500 um 0,7 Prozent auf 6.886 Zähler kletterte. Die US-Notenbank hat den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 3,5 bis 3,75 Prozent gesenkt. Allerdings wurde auch signalisiert, dass die Lockerungspolitik vorerst beendet sein könnte. Fed-Chef Jerome Powell erklärte auf seiner Pressekonferenz nach der Sitzung, dass die Fed mit dieser Senkung in Bezug auf die Zinsen in einer komfortablen Position sei.

„Wir sind gut aufgestellt, um abzuwarten und zu beobachten, wie sich die Wirtschaft entwickelt”, sagte Powell und wies gleichzeitig darauf hin, dass die Zölle von Präsident Donald Trump die Inflation angeheizt hätten. Zusätzlich zur Zinsentscheidung kündigte die Fed an, ab Freitag wieder Staatsanleihen im Wert von 40 Mrd. US-Dollar zu kaufen. Infolgedessen sanken die Renditen kurzfristiger Staatsanleihen.

Unternehmensseitig stand nach Börsenschluss Oracle im Fokus. Die Aktie verlor mehr als 10 Prozent, nachdem der Cloud-Softwarekonzern unter den Erwartungen liegende Prognosen abgeliefert hatte. Damit kehrten Bedenken hinsichtlich der Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur zurück.

Konnichiwa Tokio!

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Donnerstagmorgen uneinheitlich. Der japanische Nikkei 225 drehte nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und verzeichnete zuletzt Verluste von 0,9 Prozent auf 50.148 Punkte.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigt sich am Donnerstag ein wenig schwächer. Die Analysten bei der Helaba sehen jedoch ein konstruktives Indikatorenumfeld, auch wenn der ADX noch schwach sei und somit auf die seit Monaten dominierende Seitwärtsphase hinweisen würde.

„Hürden lassen sich bei 24.187, 24.441 und 24.639 ausmachen, bevor die Bestmarke bei 24.771 wieder wichtig wird. Unterstützungen zeigen sich an den 55- und 100-Tagelinien bei 23.953/969 sowie am 21-Tagedurch schnitt bei 23.709“, heißt es weiter.

So handeln Sie heute den DAX

Bei der UBS sah man für den  heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Stand 11.12.2025, 7:00 Uhr; Quelle: Prime Quants
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.

Das Long-Szenario: Orientiert sich der DAX heute wieder nach oben, müsste es weiterhin auch über die Oktober-Abwärtstrendgerade gehen. Gelingt der Break, sollte zur Bestätigung anschließend das November-Hoch bei 24.441 überboten werden. Direkt darüber könnte sich Raum für einen Sprint an das Juni-Hoch bei 24.479 und/oder das August-Top bei 24.536 eröffnen, bevor es um das Juli-Hoch bei 24.639 sowie um das amtierende Rekordhoch bei 24.771 gehen würde.

Das Short-Szenario: Unterhalb des Zwischenhochs vom 5. November bei 24.104 würden sich die Blicke hingegen erneut auf die 24.000er-Schwelle richten. Fällt der DAX unter diese Haltelinie, würden sofort die kurzfristige 50- und die mittelfristige 100-Tage-Linie (23.985/23.953) in den Fokus rücken. Etwas tiefer ließe sich eine weitere Unterstützung an der 23.800er-Marke vormerken, ehe das Oktober-Tief bei 23.684 angesteuert werden könnte. Darunter müsste im Anschluss mit einem Test der langfristigen 200-Tage-Linie (23.550) und der beiden März-Tops bei 23.476 gerechnet werden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UJ5LTQ 21.287,54 8,30
Turbo OS UJ4FVN 22.274,57 12,52
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UQ3Y01 26.966,92 8,73
Turbo OS UJ9CMA 26.138,12 12,44

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 11.12.2025, 7:00 Uhr

Wichtige Tagestermine

Heute Nachmittag werden unter anderem die wöchentlichen Daten aus den USA zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe im Fokus stehen.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2025 an der Frankfurter Börse