IBM ist endlich angekommen

IBM kommt zurück: Cloud, Software und KI treiben das Wachstum. Starke Quartalszahlen, höhere Ziele und der Confluent-Deal befeuern die Fantasie.

(Bildquelle: Unsplash / Carson Masterson)

Nach vielen Jahren stagnierenden Wachstums versucht IBM (WKN: 851399 / ISIN: US4592001014), mit einer stärkeren Fokussierung auf die Themen Cloud, Software und KI wieder für positivere Schlagzeilen zu sorgen.

Confluent-Deal im Fokus

Dies gelingt Big Blue zuletzt immer besser. So meldete IBM für das abgelaufene Quartal ein Umsatzwachstum von +7 Prozent auf 16,3 Mrd. US-Dollar. Dieses lag über den Konsensschätzungen. Währungsbereinigt lag der Zuwachs sogar bei +9 Prozent. Zudem wurden die Jahresziele für Umsatz und Free Cashflow angehoben. Nun soll die 11 Mrd. US-Dollar schwere Übernahme von Confluent das Wachstum weiter ankurbeln. Bei Stifel-Analyst David Grossman kommt dieser Schritt gut an:

Der Experte erhöht das Kursziel für die IBM-Aktie von 295 auf 325 US-Dollar und bestätigt gleichzeitig seine „Buy“-Einschätzung. Der Deal würde Confluent mit etwa dem Siebenfachen des EV-Umsatz-Verhältnisses für das Kalenderjahr 2027 bewerten – ein Wert, der laut Grossman mit dem vergleichbarer Softwareunternehmen mit ähnlichen Wachstumsprofilen übereinstimmt. Darüber hinaus sieht der Analyst IBM in einer guten Position, diese strategische Akquisition solide zu finanzieren.

Starker Auftragsbestand bei IBM

Nicht nur dank der Confluent-Übernahme ist man bei IBM optimistisch, den jüngsten Schwung im KI-Bereich mitnehmen zu können. So sprach Arvind Krishna im Zuge des jüngsten Quartalsberichts davon, dass die Erwartungen hinsichtlich Umsatz, Gewinn und Free Cashflow übertroffen worden seien, während Kunden weltweit weiterhin die Technologie von IBM und das Fachwissen nutzten, um die Produktivität ihrer Betriebe zu steigern und mit KI einen echten geschäftlichen Mehrwert zu erzielen.

Der KI-Auftragsbestand beläuft sich derzeit auf mehr als 9,5 Mrd. US-Dollar. Dieser starke Auftragsbestand dürfte sich in den kommenden Quartalen und Jahren in weiteren Umsatzsteigerungen niederschlagen. Auch in Sachen Profitabilität konnten zuletzt Verbesserungen erzielt werden, was ganz besonders Finanzchef James Kavanaugh freute. Er kommentierte die jüngsten Zahlen mit den Worten: „Neue Innovationen, die Stärke und Vielfalt unseres Portfolios sowie unsere disziplinierte Umsetzung führten zu einer Beschleunigung des Umsatzwachstums und des Gewinns im Quartal.“

Das marktEINBLICKE-Fazit

Neue Technologien wie Cloud oder Künstliche Intelligenz sorgen in Verbindung mit dem verstärkten Software-Fokus dafür, dass IBM nach vielen enttäuschenden Jahren nun auch in Sachen Umsatzwachstum überzeugen kann.