Der Donnerstag an der Börse

Oracle sorgt für neue Fragezeichen | Micron überzeugt | Die Fed gerät erneut in den Fokus

Bildquelle: markteinblicke.de

Die US-Börsen litten auch am gestrigen Mittwoch unter einem Ausverkauf bei KI-Werten. Hier hatte Oracle (WKN: 871460 / ISIN: US68389X1054) für neue Hiobsbotschaften gesorgt. Es gab Spekulationen darüber, dass die Finanzierung eines Rechenzentrumsprojekts unsicher sei. Die Financial Times hatte berichtet, dass sich der Hauptinvestor aus Oracles 10 Mrd. US-Dollar teuren Rechenzentrum in Michigan zurückgezogen habe. Nachbörslich lieferte Micron Technology (WKN: 869020 / ISIN: US5951121038) wiederum überragende Zahlen und Prognosen ab.

Heard in New York

Der NASDAQ Composite beendete den gestrigen Mittwochhandel mit einem Minus von 1,8 Prozent auf 22.693 Punkte, während der S&P 500 rund 1,2 Prozent auf 6.721 Zähler einbüßte. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0,5 Prozent auf 47.885 Punkte. Heute stehen neben der Tech-Branche auch die neuesten Verbraucherpreise im Fokus und damit die Frage, ob die Fed die Zinsen weiter senken kann.

Konnichiwa Tokio!

Die asiatischen Märkte präsentierten sich am Donnerstagmorgen uneinheitlich. Der japanische Nikkei 225 verlor dabei 1,0 Prozent auf 49.001 Punkte. Neben dem Tech-Ausverkauf steht hier auch die zweitägige Sitzung der Bank of Japan im Fokus. Es wird erwartet, dass die Zentralbank morgen die Zinsen auf 0,75 Prozent anheben wird, den höchsten Stand seit 30 Jahren.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigt sich am Donnerstag erneut wenig bewegt. Ein Grund, warum die Analysten bei der Helaba darauf verweisen, dass das am Ende der Vorwoche erreichte Hoch bei 24.475 beim DAX zunächst außer Reichweite zu sein scheine. Die Kursrücksetzer der letzten Tage hätten den Leitindex unter die 55-Tagelinie (24.000) zurückgeführt und die 100-Tagelinie (23.951) stünde im Test.

„Eine weitere Haltemarke ergibt sich an der 21-Tagelinie bei 23.789. Das Bild ist derweil geprägt von der seit Wochen andauernden Seitwärtsphase, die sich im niedrigen und sinkenden ADX bemerkbar macht. Auch der RSI in der neutralen Zone seitwärts laufend deutet dies an“, heißt es weiter.

So handeln Sie heute den DAX

Bei der UBS sah man für den  heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Stand 18.12.2025, 7:00 Uhr; Quelle: Prime Quants
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.

Das Long-Szenario: Kann sich der DAX am GD100 bzw. GD50 (23.951/23.957) nach oben abdrücken und die 24.000er-Barriere zurückerobern, müsste es im nächsten Schritt auch über die Oktober-Trendgerade gehen. Darüber sollte das Hoch vom 5. November bei 24.104 überboten werden, ehe ein Anstieg in Richtung der 24.250er-Marke möglich wäre. Einen erfolgreichen Re-Break an dieser Hürde vorausgesetzt, würde danach das November-Hoch bei 24.441 mit dem Juni-Hoch bei 24.479 in den Fokus rücken, bevor sich ein Sprint bis zum August-Top bei 24.536 entwickeln könnte.

Das Short-Szenario: Unterhalb der beiden Trendlinien richten sich die Blicke jetzt bereits auf die 23.800er-Schwelle, der nur unwesentlich tiefer mit dem Oktober-Tief bei 23.684 eine weitere Unterstützung folgen würde. Verlieren die heimischen Blue Chips diesen Halt, könnte es zu einem neuerlichen Test der 200-Tage-Linie (23.579) kommen, wobei direkt darunter auch die beiden markanten März-Tops bei 23.476 stützend wirken sollten. Der nächste Halt wäre anschließend am August-Tief bei 23.381 zu finden.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UJ5K86 21.107,55 8,55
Turbo OS UJ37AN 22.001,02 12,56
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UJ9Q5E 26.695,87 8,52
Turbo OS UJ2SJ7 25.805,56 12,46

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 18.12.2025, 7:00 Uhr

Wichtige Tagestermine

Hierzulande schauen Anleger auf die EZB-Sitzung. Am Nachmittag gilt der Anlegerblick wiederum den neuesten US-Verbraucherpreisen.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2025 an der Frankfurter Börse