Broadcom und vor allem Oracle hatten der KI-Rallye zuletzt stark zugesetzt. Nun konnte jedoch Micron Technology (WKN: 869020 / ISIN: US5951121038) für neue Begeisterung rund um die Künstliche Intelligenz sorgen. Kann diese auch im neuen Jahr anhalten?
Erstaunliche Prognose
Micron Technology hatte starke Quartalsergebnisse abgeliefert. Für echte Begeisterung sorgte jedoch die Prognose. Im Hinblick auf die Prognose zum laufenden zweiten Quartal (Ende Februar) des Geschäftsjahres 2025/26 mussten sich Marktteilnehmer zunächst die Augen reiben. Das Management sieht die Umsätze bei 18,7 Mrd. US-Dollar. Zuvor hatten Analysten dem Unternehmen lediglich Erlöse in Höhe von 14,4 Mrd. US-Dollar zugetraut.
Beim bereinigten Gewinn wird von Managementseite ein Wert von 8,42 US-Dollar in Aussicht gestellt, gegenüber Konsensschätzungen von 4,71 US-Dollar. Micron befindet sich in der komfortablen Situation, eine starke Nachfrage bei gleichzeitig sehr knappem Angebot für seine Produkte in den Bereichen rund um Speichertechnologien wie HBM, DRAM und NAND verbuchen zu können. Damit können die Preise deutlich angehoben werden.
Micron profitiert von steigenden Preisen
Als Reaktion auf die jüngsten Zahlen und die Prognose schoss die Micron-Aktie weiter in die Höhe – und dies, nachdem der Titel seinen Wert seit Anfang 2025 mehr als verdreifacht hatte. Viele Analysten sehen die Rallye jedoch noch nicht an ihrem Ende. Vivek Arya, Analyst bei der Bank of America, hat als Reaktion auf die jüngsten Zahlen das Rating der Micron-Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ angehoben. Zudem wurde das Kursziel von 250,00 auf 300,00 US-Dollar erhöht.
Die positive Entwicklung bei Micron sollte aus Analystensicht auch im Geschäftsjahr 2026 aufgrund zurückhaltender Angebotserweiterungen anhalten. Außerdem steigt die Nachfrage im Bereich KI und sollte sich laut Analystenmeinung bis zum Geschäftsjahr 2028 verdreifachen. Hinzu kommt die Qualität der Bilanz von Micron. Mit einer Free-Cashflow-Marge von 30 Prozent und einem positiven Netto-Cashflow könnte das Unternehmen mit neuen Aktienrückkäufen beginnen.
Luft nach oben auch nach 2026
Citigroup-Analyst Christopher Danely spricht davon, dass mit den starken Micron-Zahlen der „KI-Superzyklus“ wieder in Erinnerung gerufen worden sei. Der Experte geht davon aus, dass Micron im zweiten Quartal eine Bruttomarge von 67,3 Prozent erreichen wird, was einem Allzeithoch entspricht. Er hebt seine Schätzung für den Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2026 um 35 Prozent auf 33,05 US-Dollar an, was 50 Prozent über der aktuellen Konsensschätzung liegt.
Goldman-Sachs-Analyst James Schneider verweist seinerseits auf steigende Vertragspreise für HBM, DRAM und NAND aufgrund des knappen Angebots und der robusten Nachfrage sowie einer begrenzten Reinraumkapazität, die das Bitwachstum für 2026 auf etwa 20 Prozent begrenzen würde. Harlan Sur, Analyst bei J.P. Morgan, geht davon aus, dass die fundamentalen Rahmenbedingungen für Micron auch für 2026 und darüber hinaus günstig bleiben werden.
Mein Fazit
Micron Technology gehört weiterhin zu den großen KI-Profiteuren. Dies haben die jüngsten Quartalsergebnisse und vor allem die Q2-Prognose gezeigt. Auch darüber hinaus scheint das Halbleiterunternehmen angesichts der Angebots- und Nachfragesituation rund um Speicher erhebliches Potenzial mitzubringen.
Anleger, die gehebelt auf Kurssteigerungen bei der Aktie von Micron Technology setzen wollen, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MM9QV3 / ISIN: DE000MM9QV35) überproportional von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren. Wer allgemein auf Profiteure des Booms rund um die Künstliche Intelligenz setzen möchte, sollte sich das Indexzertifikat auf den Künstliche Intelligenz Index (WKN: DA0ABV / ISIN: DE000DA0ABV8) anschauen.









