Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Stoisch zieht die Federal Reserve das durch, was sie vorher ankündigte. Damit wurde der zu Beginn dieser Woche gestartete Erholungsversuch an den Börsen zunichte gemacht und statt einer Weihnachtsrally steuern wir an der Frankfurter Börse auf neue Jahrestiefs zu.

Im Vorfeld der Notenbanksitzung war die am Markt veranschlagte Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt der Fed von 90 auf 71 Prozent gesunken. Die Investoren dieser 19 Prozent Differenz dürften sich also mit Aktien in der Hoffnung eingedeckt haben, nach einer ausbleibenden Zinsanhebung doch noch von einer Jahresendrally zu profitieren. Was wir nun sehen, ist, dass diese Long-Positionen enttäuschter Anleger wieder in den Markt gegeben werden.

Was im laufenden Abwärtstrend an den Aktienmärkten aber jetzt noch fehlt, ist ein von hohem Umsatzvolumen begleiteter Ausverkauf. Ob der allerdings in diesem Jahr noch kommen wird, ist fraglich. Viele professionelle Investoren haben ihre Bücher für das Jahr bereits geschlossen. Aber es bleibt dabei, die Bären sind los und dürften so schnell auch nicht wieder eingefangen werden. Anleger sollten sich jetzt schon daran gewöhnen, dass auch das Börsenjahr 2019 ein turbulentes werden könnte.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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