Nike: Mammut-Comeback voraus?

Turnaround bei adidas-Konkurrent Nike dauert länger. Doch Analysten sehen 2026 Chancen: Innovationen, Fußball-WM und attraktive Bewertung winken.

(Bildquelle: Unsplash / Paul Steuber)

In einem insgesamt positiven Börsenumfeld verlor die Aktie von Nike (WKN: 866993 / ISIN: US6541061031) im Jahr 2025 knapp 16 Prozent an Wert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Turnaround beim weltgrößten Sportartikelhersteller länger dauert als gedacht. 2026 soll sich dies aber ändern.

China bleibt für Nike ein Problem

Sowohl bei Nike als auch beim deutschen Konkurrenten Adidas (WKN: A1EWWW / ISIN: DE000A1EWWW0) steht in diesem Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko im Fokus. Gleichzeitig will das Management die Turnaround-Bemühungen verstärken, nachdem diese nicht so schnell wie erhofft positive Ergebnisse gebracht hatten. Insgesamt konnten sich die Zahlen für das zweite Quartal (Ende November) des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 aufgrund einer strikten Kostenkontrolle sehen lassen, allerdings enttäuschte der Ausblick, während gerade das China-Geschäft unter den Erwartungen blieb.

Für das laufende dritte Quartal hatte Nike einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt, mit einem „moderaten Wachstum“ in Nordamerika und Rückgängen in Großchina. Analysten hatten sich zuvor jedoch eher auf Konzernebene ein leichtes Wachstum vorgestellt. Noch größer fiel die Enttäuschung am Markt über den Umstand aus, dass von einem Rückgang der Bruttomarge im Jahresvergleich um etwa 175 bis 225 Basispunkte ausgegangen wird. Trotzdem glauben einige Experten, dass sich das Warten auf die Früchte der Turnaround-Bemühungen auszahlen sollte.

Das Warten lohnt sich

Dazu gehören auch die Analysten bei BTIG. Bei ihnen hat es die Nike-Aktie sogar in die Liste der „Top Picks“ für das Börsenjahr 2026 geschafft. Analyst Robert Drbul gibt im Fall von Nike ein Kursziel von 100,00 US-Dollar aus. Auch wenn Nike zweifellos noch viel Arbeit vor sich hat, glaubt der Experte, dass das Jahr 2026 solide Fortschritte bei der Erholung des Unternehmens bringen wird. Er sieht „zahlreiche“ Impulsgeber in der Produktpipeline von Nike, unterstützt durch eine anhaltende Fokussierung auf Innovation, eine vollständige „9-Box“-Laufschuhserie, einen neuen Ansatz im Basketball-Bereich sowie die globale Dynamik im Fußball im Zusammenhang mit der bevorstehenden Weltmeisterschaft 2026.

Piral Dadhania, Analyst bei RBC Capital, senkt seinerseits zwar das Kursziel für Nike von 85,00 auf 78,00 US-Dollar, bestätigt aber die „Outperform“-Einschätzung. Der Weg von Nike zu profitablem Wachstum bleibt aus Analystensicht intakt, auch wenn sich der Zeitplan verschoben habe. Die Verzögerung entstünde aufgrund des Drucks auf die Margen durch die Schwächen in China, bei Converse und durch die US-Zölle. Trotz einer Senkung der Schätzungen um 8 bis 10 Prozent wird für das Geschäftsjahr 2027/28 laut Analystenmeinung weiterhin ein Gewinn je Aktie von 3 US-Dollar erwartet. Die jüngste Schwäche des Aktienkurses hat die Bewertung laut Dadhania näher an den historischen Durchschnitt gebracht, wobei Insiderkäufe die Attraktivität zusätzlich steigern würden.

Das marktEINBLICKE-Fazit

An der Börse ist manchmal Geduld gefragt, insbesondere wenn es um das Thema Turnaround geht. Im Fall von Nike dürften inzwischen sämtliche Negativschlagzeilen eingepreist sein, sodass sich die Bullen auf die Turnaround-Bemühungen sowie die kommende Fußball-WM konzentrieren können.

Anleger, die gehebelt auf Kurssteigerungen bei der Aktie von Nike setzen wollen, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MN01M8 / ISIN: DE000MN01M87) überproportional von einem Anstieg des Aktienkurses profitieren.