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Auch wenn der DAX das Börsenjahr 2018 am letzten Handelstag des Jahres mit deutlichen Kurszuwächsen positiv ausklingen lassen konnte, ändert dies nichts an der Erkenntnis, dass 2018 alles andere als ein gutes Börsenjahr war.

Das war 2018 los. Zu Beginn des Jahres war die Börsenwelt noch in Ordnung. Der DAX legte los wie die Feuerwehr. Ende Januar wurde die Rekordjagd gekrönt. Mit 13.596,89 Punkten stand ein neues Rekordhoch zu Buche. Von da an sollte es, abgesehen von einem Aufbäumen im Frühjahr, stetig bergab gehen. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer beendete 2018 mit 10.558,96 Punkten. Auf Jahressicht wurde damit ein Kursminus von rund 18 Prozent erzielt. Gemessen am Allzeithoch verlor der DAX bis zum Jahresende sogar etwa 22 Prozent an Wert. Damit befindet sich der DAX offiziell in einem Bärenmarkt.

Das waren die Börsenhighlights 2018. Am 2. August 2018 trug sich Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) in die Geschichtsbücher ein. Als erstem privaten Unternehmen gelang es dem Konzern mit dem Apfel im Logo beim Börsenwert die Marke von 1 Billion US-Dollar zu knacken. Allerdings konnte das iPhone-Unternehmen diesen Erfolg nicht lange feiern. Die Apple-Aktie stürzte zum Ende des Jahres regelrecht ab. Neben einem enttäuschenden Ausblick auf das wichtige Weihnachtsgeschäft kritisierten Marktteilnehmer vor allem den Umstand, dass Apple nicht mehr die genauen iPhone-Absatzstatistiken ausweisen möchte. Es kam sogar so weit, dass Apple zeitweise von Microsoft (WKN: 870747 / ISIN: US5949181045) als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen abgelöst wurde.

2017 machten Bitcoin und andere Kryptowährungen von sich reden. Im Bereich der digitalen Währungen waren unglaubliche Preisbewegungen zu beobachten. Neue Rekordstände wurden erreicht. 2018 folgte der jähe Absturz. Und schon suchten sich Spekulanten ein neues Betätigungsfeld. Die lange Zeit vorbereitete und letztlich erfolgte landesweite Legalisierung von Marihuana in Kanada sorgte unter den Cannabis-Aktien für eine Art Goldgräberstimmung. Wir dürfen gespannt sein, ob es sich dabei nur um einen kurzfristigen Hype handelt oder doch ein größerer Trend dahintersteckt.

Das waren die Tops & Flops. Im DAX konnte 2018 die Wirecard-Aktie (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) die mit Abstand beste Performance an den Tag legen. Auf Jahressicht liegt das Kursplus beim Zahlungsabwickler aus Aschheim bei München bei rund 42 Prozent. Allerdings erzielte Wirecard dieses Plus nicht als DAX-Mitglied. Am 24. September erfolgte die Aufnahme in die erste deutsche Börsenliga. Seitdem ging es stetig bergab. Zu den Kursverlusten hatte das schwache Börsenumfeld beigetragen. Zudem setzten Gewinnmitnahmen ein, nachdem die Wirecard-Aktie jahrelang nur den steilen Weg nach oben kannte. Gleichzeitig kommt es vor, dass Aktien nach einem Aufstieg in einen höheren Index die Luft ausgeht. Mittel- bis langfristig könnte Wirecard jedoch einiges an Potenzial mitbringen. Das Management hat ambitionierte Ziele formuliert. Die Wachstumsdynamik soll im Vergleich zu den vergangenen Jahren sogar erhöht werden. Wirecard möchte unter anderem von neuen Bezahlmethoden abseits des Bargeldes profitieren. Außerdem kamen zuletzt sogar Übernahmegerüchte auf. Neben Wirecard gehörten RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129), adidas (WKN: A1EWWW / ISIN: DE000A1EWWW0) oder die Aktie der Deutschen Börse (WKN: 581005 / ISIN: DE0005810055) zu den wenigen Papieren, die sich auf Jahressicht 2018 im DAX im Plus halten konnten. Der Deutschen Börse kam zum Beispiel der Umstand zugute, dass sich in 2018 die Volatilität zurückmeldete, nachdem die Aktienkurse jahrelang ohne größere Ausbrüche angestiegen waren.

Mit einem Kursminus von knapp 50 Prozent gehörte dagegen die Covestro-Aktie (WKN: 606214 / ISIN: DE0006062144) zu den größten DAX-Verlierern in 2018. Nach einem Hoch im Januar bei 96 Euro setzten schnell Gewinnmitnahmen ein. Richtiggehend geschockt zeigten sich Anleger jedoch erst von einer am 20. November ausgesprochenen Gewinnwarnung. Die ehemalige Bayer-Kunststoffsparte hatte einen starken Wettbewerb, den niedrigen Rheinwasserpegel, der das Ergebnis aufgrund von Produktionsausfällen sowie höheren Logistikkosten belastete, und Rückstellungen für ein Effizienzprogramm als Belastungsfaktoren angeführt.

Das steht 2019 an. 2018 übernahm Jerome Powell den Fed-Vorsitz von Janet Yellen. Dass Donald Trump mit dem neuen wichtigsten Währungshüter des Landes alles andere als zufrieden ist, machte der US-Präsident nicht nur über Twitter deutlich. Ihm stoßen die vier Leitzinserhöhungen, die die US-Notenbank in 2018 vorgenommen hat, negativ auf. Die letzte erfolgte am 19. Dezember, als die Zinsen um 25 Basispunkte auf 2,25 bis 2,50 Prozent angehoben wurden. 2019 sollen weitere Leitzinserhöhungen folgen. Schließlich dürfte man bei der Fed unter Beweis stellen wollen, dass man auch weiterhin unabhängig von der Politik agiert und die Leitzinswende weiterverfolgt. Dies ist es aber auch, was Börsianer verunsichert. Eine zu straffe Geldpolitik könnte noch schneller als gedacht zu der befürchtete Konjunkturabkühlung führen. Inzwischen wird sogar von einer möglichen Rezession gesprochen.

Während die Fed vor der Frage steht, wie schnell sie die Zinsen weiter anheben möchte, fragt man sich bei der EZB, ob damit in 2019 angesichts der verschiedenen Marktunsicherheiten überhaupt begonnen werden soll. Derzeit sieht es nicht so aus, als sollte es die europäische Leitzinswende vor dem Herbst 2019 geben. Zumindest ist Ende 2018 das Anleihenkaufprogramm ausgelaufen.

Allerdings wird Investoren 2019 nicht nur die Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken beschäftigen. Gleich im Januar soll die langerwartete und zuletzt verschobene Abstimmung im britischen Parlament über den von der Londoner Regierung mit den anderen 27 EU-Mitgliedern ausgehandelten Brexit-Deal stattfinden. Noch immer weiß niemand so recht, wie Premierministerin Theresa May eine Zustimmung unter den britischen Parlamentariern erreichen soll. Damit sollte das Brexit-Chaos weitergehen. Ende März könnte es dann tatsächlich den befürchteten ungeregelten Brexit geben, was die Märkte noch mehr als jetzt schon verunsichern dürfte. Zu allem Überfluss steht die Europawahl 2019 vor der Tür. Zwischen dem 23. und 26. Mai 2019 finden die Wahlen europaweit statt. Einmal mehr drohen populistische und euroskeptische Parteien die Stimmungslage zu beeinflussen. Schließlich werden Europawahlen von den Wählern gerne für einen Denkzettel an die heimischen Regierungen genutzt. Zudem ist die Wahlbeteiligung traditionell relativ niedrig, was Außenseitern bessere Chancen einräumt.

Das ist aber längst nicht alles. Auch 2019 wird der chinesisch-amerikanische Handelsstreit allgegenwärtig sein. Zumal der Fall Huawei gezeigt hat, dass es längst nicht mehr nur um Zölle geht. Neben dem Schutz geistigen Eigentums und einem freien Marktzugang geht es auch um den Kampf um die Vorherrschaft im Technologiebereich. Schließlich ist Huawei ganz vorne zu finden, wenn es um den Aufbau der notwendigen Infrastruktur für das mobile Internet der 5. Generation (5G) geht.

Das steht in der kommenden Woche an. Während in Deutschland die Börsen an Silvester und Neujahr geschlossen bleiben, wird in den USA am 31.12.2018 noch gehandelt. Allerdings findet dort am letzten Tag des Jahres nur ein verkürzter Handel statt. Am 1. Januar 2019 legt auch die Wall Street einen Tag Pause ein, bevor dann am 2. Januar das neue Börsenjahr weltweit eröffnet wird.

Gleich zu Beginn des neuen Börsenjahres geht es rund. Am Donnerstag steht in den USA die Bekanntgabe des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe (Dezember) auf dem Programm. Schließlich wollen Anleger wissen, ob sich auch in den USA eine Konjunkturabkühlung anbahnt. Zudem werden bereits am Freitag die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Dezember 2018 veröffentlicht. Hierzulande beginnt 2019 in Sachen Konjunkturdaten mit der Bekanntgabe einiger Einkaufsmanagerindizes (Mittwoch + Freitag).

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