Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Zumindest am ersten Handelstag des Jahres werden die Hoffnungen schon enttäuscht, der DAX startet mit einem kräftigen Minus und fällt zwischenzeitlich unter 10.400 Punkte.

Das am vergangenen Donnerstag erreichte Tief bei 10.279 Zählern dürfte schnell noch einmal angelaufen werden. Dort wird sich dann entscheiden, ob der Markt die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gleich zu Jahresbeginn testen will oder ob die Investoren hier schon wieder bereit sind, Positionen in ihre wieder geöffneten Bücher aufzunehmen.

Zwar gilt besonders für Europa weiter, Aktien sind billig und ohne Alternative am Rentenmarkt. Sollte sich allerdings die Wirtschaft weiter abschwächen, dürften die Unternehmensgewinne weiter leiden und die Formel so einfach nicht mehr gelten lassen. Neue Nahrung erhielten die Konjunktursorgen heute Morgen aus China, wo der Einkaufsmanagerindex entgegen der Erwartungen unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gefallen ist. Und es ist nicht mehr nur der Handelsstreit mit den USA, der die Wirtschaft im Reich der Mitte belastet, auch die Chinesen selbst reduzieren ihren Konsum. Eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft wird damit immer wahrscheinlicher.

Die Indikationen für die Wall Street sprechen auch auf der anderen Seite des Atlantiks für einen schwachen Jahresstart. Die hohe Volatilität rund um die Feiertage dürfte anhalten. Ein weiteres schwieriges Börsenjahr steht den Anlegern rund um den Globus bevor.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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