Der Freitag an der Börse

Anleger blicken positiv auf US-Konjunktur | Taiwan Semiconductor profitiert vom KI-Boom, US-Markt im Fokus

Bildquelle: markteinblicke.de

Nach einer kleinen Verschnaufpause meldeten sich die US-Börsen am gestrigen Donnerstag zurück. Das Bild fällt in den einzelnen Branchen und Sektoren jedoch unterschiedlich aus.

Heard in New York

Der NASDAQ Composite beendete den gestrigen Donnerstaghandel mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 23.530 Punkte, während der S&P 500 ebenfalls um 0,3 Prozent an Wert zulegen konnte. In diesem Fall zeigte die Kurstafel zum Ende des Handels 6.944 Punkte an.

Im Dow Jones Industrial Average lag das Plus bei 0,6 Prozent auf 49.442 Zähler. Ein Grund, warum gerade der Dow und der Nebenwerteindex Russell 2000 zuletzt stark performen konnten, ist der Umstand, dass Anleger positiv auf die Aussichten für die US-Konjunktur blicken.

Konnichiwa Tokio!

Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Freitagmorgen uneinheitlich. Der japanische Nikkei 225 verlor 0,3 Prozent auf 53.936 Punkte. Im Fokus standen vor allem Chip-Werte, nachdem Taiwan Semiconductor erneut Rekordergebnisse präsentiert und sich taiwanesische Halbleiterunternehmen zu hohen Investitionen in den USA verpflichtet hatten.

So steht´s um den DAX

Der DAX zeigt sich am Freitag wenig bewegt und bestätigt damit die starke Entwicklung seit Anfang 2026. Die Analysten bei der Helaba verweisen jedoch noch einmal auf eine überkaufte Marktlage und ein erhöhtes Korrekturrisiko, auch weil viel Positives in den Kursen eskomptiert zu sein schien.

„Nennenswerte Unterstützungen sind erst unterhalb der 25.000er Marke zu finden, so beispielsweise am ehemaligen Hoch bei 24.771 oder am ersten Retracement bei 24.608. Als Widerstand fungiert das am Dienstag markierte Allzeithoch bei 25.507“, heißt es weiter.

So handeln Sie heute den DAX

Bei der UBS sah man für den  heutigen Handelstag die folgenden Szenarien.

Stand 16.01.2026, 7:00 Uhr; Quelle: Prime Quants
Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Wertentwicklung.

Das Long-Szenario: Um sich wieder zur Oberseite zu orientieren, müssten die Notierungen im ersten Schritt Kurs auf das amtierende Rekordhoch bei 25.508 nehmen. Können die Blue Chips oberhalb dieses Levels auf neue historische Höchststände ausbrechen, wäre der weitere Weg vorerst wieder frei von charttechnischen Widerständen.

Das Short-Szenario: Fällt der DAX hingegen per Tagesschluss unter 25.250 zurück, müsste zunächst auf das Tageshoch vom 8. Januar bei 25.218 Zählern geachtet werden. Unterhalb dieser Haltelinie käme die runde 25.000er-Schwelle als charttechnische Unterstützung infrage, bevor es um das Oktober-Top bei 24.771 gehen könnte. Finden die Notierungen auch am Juli-Top bei 24.639 sowie am August-Hoch bei 24.536 Punkten keinen Halt, dürfte die Doppelunterstützung aus dem Juni-Top bei 24.479 und dem November-Hoch bei 24.441 auf den Prüfstand gestellt werden. Darunter sollte schließlich der kurzfristige GD50 mit dem mittelfristigen GD100 (aktuell bei 24.146/24.066) und der runden 24.000er-Schwelle stützend wirken.

Produkt (Call) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UJ4DAV 22.244,85 8,37
Turbo OS UQ513P 23.210,07 12,29
Produkt (Put) WKN SL/KO/Strike* Hebel
Turbo OS UP2Y29 28.261,20 8,39
Turbo OS UM15B3 27.303,61 12,29

*SL = Stop-Loss (Mini-Futures) / KO = Knock Out (Turbos) / Strike = Ausübungspreis (Optionsscheine); Weitere passende Produkte sowie Informationen zu Chancen und Risiken finden Sie unter: www.ubs.com/keyinvest
Stand 16.01.2026, 7:00 Uhr

Wichtige Tagestermine

Während Anleger hierzulande auf die neuesten deutschen Inflationsdaten schauen, gilt am Nachmittag in den USA der Anlegerblick unter anderem der Dezember-Industrieproduktion.

Weitere Daten und Prognosen finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

Die Handelszeiten 2026 an der Frankfurter Börse